Schwazer Ehrenamt soll in Tirol Schule machen

Nach dem Schwazer Modell wird bis 2020 in jedem Bezirk Tirols ein Freiwilligenzentrum entstehen. Das Land schießt 300.000 Euro bei.

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Von Michael Mader

Schwaz –Auf Vorschlag des Schwazer Bürgermeisters Hans Lintner (ÖVP) ist 2011 der Verein „Tu Was! Zentrum für Ehrenamt in Schwaz“ gegründet worden. Ziel ist es, den ehrenamtlichen Einsatz von Vereinen, Institutionen und einzelnen Personen in Schwaz und Umgebung zu fördern. „Von Geschäftsführerin Angelika Heim wurde der Bedarf und das Angebot an ehrenamtlichem Einsatz miteinander in Beziehung gesetzt, die Aus- und Weiterbildung der Freiwilligen organisiert und durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein der Bevölkerung für den hohen Stellenwert des Ehrenamts gestärkt“, berichtet Stadträtin Ingrid Schlierenzauer (SPÖ).

Von Beginn an war die Tätigkeit des Vereins aber nicht nur auf die Stadt beschränkt, sondern hatte auch Auswirkungen und Verbindungen in der gesamten Region. Jetzt wird der Verein „Tu Was!“ nicht nur den ganzen Bezirk betreuen, sondern das Land wird nach dem Schwazer Vorbild in jedem Bezirk ein Freiwilligenzentrum für die Koordination und den Aufbau des Ehrenamts fördern. Dafür werden von 2015 bis 2020 rund 300.000 Euro Förderung vom Land kommen.

In Schwaz mussten dazu die Statuten auf den erweiterten Tätigkeitsbereich geändert werden. Der neue Vorstand soll Personen aus dem ganzen Bezirk umfassen, die Obmannschaft wird Bezirkshauptmann Karl Mark übernehmen, zu seiner Stellvertreterin wurde die Schwazer Sozialreferentin Ingrid Schlierenzauer gewählt. Zudem werden die Planungsverbände des Bezirks und die Bezirkshauptmannschaft je zwei Mitglieder in die Generalversammlung entsenden. Neben Schlierenzauer wurde die ehemalige Schwazer Vizebürgermeisterin Margit Knapp bestellt.

Gemeinderätin Viktoria Gruber (Grüne) gab zu bedenken, dass das Ehrenamt ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft sei, aber es sollte ein Passus aufgenommen werden, dass es ein Zusatzangebot sein müsse und zu keiner Verminderung von bezahlten Arbeitskräften führen dürfe.

Lintner betonte in diesem Zusammenhang, „dass wir uns hier nicht selber beschränken werden“ und Vizebürgermeister Martin Wex (ÖVP) betonte: „Tu Was! schaut, was verträglich ist.“


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