Von Zirl nach Verona, vom Cup zur WM

Warum die TI-Volleyballerinnen in der ersten Cup-Runde Inzingvolley nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –„Der Cup ist unser Steckenpferd. Wir wollen ins Finale“, gibt Michael Falkner, Manager der TI-Volley-Damen, unmissverständlich die Richtung vor. Volle Konzentration also für die erste Runde gegen Inzingvolley morgen in Zirl (20 Uhr, Sportzentrum). Ganz im Gegensatz also zu den Hypo-Herren, die am Samstag mit der zweiten Mannschaft gegen Zweitligist Mils 0:3 verloren.

„Das TV-Live-Spiel im Cupfinale ist uns wichtig“, nennt Falkner als eines der vorrangigen Ziele für die kommende Saison. Die Zweitliga-Damen aus Inzing sollen daher nicht zum Stolperstein mutieren. „Wir sind komplett in der Außenseiterrolle. Für unser junges Team ist es eine tolle Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln“, sagt Inzing-Trainer Roland Gattermayr. Einen Sensationssieg schließt er daher aus.

Die TI darf im ersten Bewerbspiel nach der Pro-Alpen-Trophy in der USI-Halle – Gegner waren Schaffhausen, Post Wien und der VC Tirol – nahezu den ganzen Kader einsetzen. Nur Rachel Gerling (USA) ist aufgrund der Cup-Bestimmung nicht spielberechtigt und die Ungarin Maria Szivos wäre es gewesen. Wäre. Denn: Szivos wechselte überraschend das Lager und heuerte am Wochenende beim Stadtrivalen VC Tirol an. „Es gab Probleme, weil sie aufgrund ihrer Nationalteam-Zugehörigkeit zu teuer gewesen wäre“, erklärt Falkner. Seine Bemühungen seien unbelohnt geblieben.

Beim VC Tirol, der in der ersten Cuprunde ein Freilos erhielt, wird die Ungarin allerdings auch nicht spielen. „Das ginge gegen unsere Philosophie, mit nur maximal drei Ausländerinnen zu spielen. Unser Kontingent ist bereits erschöpft“, erklärt Trainer Didi Gassler. Szivos werde aber im organisatorischen Bereich mithelfen und eventuell in der kommenden Saison im Kader sein. Damit gibt es auch im ersten Bundesliga-Stadtderby der Saison am 22. Oktober, das erstmals im TV übertragen wird, kein Aufeinandertreffen mit Szivos.

Apropos Treffen: Die TI-Damen sorgen am Samstag für rotweißrote Beteiligung bei der derzeit in Italien laufenden WM – allerdings nur auf den Zuschauerrängen. Bei ihrem Ausflug nach Verona stehen mit Serbien – USA und Brasilien – Russland zwei Schlagerspiele auf dem Programm.


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