Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will an die Börse

Berlin (APA/dpa) - Der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will mit einem Börsengang frisches Geld einsammeln. Die geplant...

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Berlin (APA/dpa) - Der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will mit einem Börsengang frisches Geld einsammeln. Die geplante Kapitalerhöhung soll mindestens 300 Mio. Euro in die Kassen des Konzerns spülen, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Mit dem Geld will Tele Columbus seine Schuldenlast senken und sich Spielräume für künftiges Wachstum schaffen.

Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wollen auch Altgesellschafter Aktien des Unternehmen verkaufen. Beteiligt an Tele Columbus sind unter anderem Londoner Finanzinvestoren. Kerngebiet des Kabelnetzbetreibers ist Ostdeutschland.

Hinter Kabel Deutschland und Unitymedia ist Tele Columbus mit rund 1,7 Millionen angeschlossenen Haushalten die Nummer drei in Deutschland. Kabelanbieter konkurrieren im Breitbandinternet vor allem mit der Deutschen Telekom, die mit ihren DSL-Angeboten Marktanteile an die Kabelfirmen verliert. Tele Columbus befinde sich für weiteres Wachstum in einer exzellenten Ausgangsposition, sagte Vorstandschef Ronny Verhelst.

Bis zum Ende des Jahres plant der vor allem in Ostdeutschland stark vertretene Kabelanbieter den Börsengang auf dem Frankfurter Parkett. Über einen Börsengang oder einen Verkauf war bereits seit geraumer Zeit spekuliert worden. Das deutsche Kartellamt hatte im vergangenen Jahr eine Übernahme von Tele Columbus durch Kabel Deutschland wegen Wettbewerbsbedenken verhindert.

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Kernregionen von Tele Columbus sind die ostdeutschen Regionen Berlin-Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Sachsen-Anhalt hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Marktanteil von zwei Dritteln, in Berlin-Brandenburg von rund 40 Prozent. Auch in einigen westdeutschen Gegenden besitzt der Anbieter Kabelnetze.

Im ersten Halbjahr 2014 erzielte der Konzern einen Umsatz von 107 Mio. Euro, ein Wachstum von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 48,8 Mio. Euro, knapp 12 Prozent mehr als vor einem Jahr.


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