Ebola - UN-Funktionärin räumte langsame Reaktion auf Epidemie ein

Freetown/Conakry/Monrovia (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen haben die Ebola-Krise in Westafrika nach Einschätzung einer führenden UN-Funkti...

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Freetown/Conakry/Monrovia (APA/dpa) - Die Vereinten Nationen haben die Ebola-Krise in Westafrika nach Einschätzung einer führenden UN-Funktionärin zu Beginn unterschätzt. „Ein Element, das wir wohl nicht richtig beurteilt hatten, war die Geschwindigkeit, mit der sich diese Epidemie ausbreiten würde“, sagte Elisabeth Rasmusson, Vizedirektorin des Welternährungsprogramms (WFP), am Dienstag in Berlin.

Rasmusson erklärte, die Verteilung von Lebensmitteln in Quarantäne-Vierteln und Krankenstationen sei wichtig, um zu verhindern, dass sich die Menschen von dort in andere Gebiete aufmachten, um Nahrung zu suchen. Sie habe den Eindruck, dass die internationale Hilfe nach einer Verzögerung in der Anfangsphase jetzt auf Touren gekommen sei. Die WFP-Funktionärin betonte, die Vereinten Nationen hätten keine Schwierigkeiten, Freiwillige für den Einsatz in den von Ebola betroffenen Gebieten zu finden. Durch das Virus sind in Westafrika bereits mehr als 3.000 Menschen gestorben.

Die Norwegerin will in den kommenden Tagen mit Vertretern der deutschen Bundesregierung über zusätzliche Hilfe für die Menschen in Guinea, Sierra Leone und Liberia sprechen.


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