Fall Nadina 2 - Laut Zeugen „keine Probleme während OP“

Innsbruck (APA) - Im Fall Nadina betonten am Dienstag mehrere Zeugen vor Richter Melichar, dass es während der Operation des Mädchens keiner...

  • Artikel
  • Diskussion

Innsbruck (APA) - Im Fall Nadina betonten am Dienstag mehrere Zeugen vor Richter Melichar, dass es während der Operation des Mädchens keinerlei Probleme oder Auffälligkeiten gegeben habe. Der anwesende Gutachter Gernot Pauser kritisierte indes eine Dokumentationslücke bei Nadinas Werten von rund 30 Minuten nach der Operation, also während der Aufwachphase des Mädchens.

„Zu irgendeinem Zeitpunkt muss Nadina mit Sauerstoff unterversorgt gewesen sein“, erklärte der medizinische Gutachter. Laut Pauser beschädigte nämlich eine schwere Hypoxie (Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff; Anm.) die graue Gehirnsubstanz des Mädchens.

„Wenn sich die Werte des Mädchens verschlechtert hätten, wäre mir das auf jeden Fall aufgefallen“, berichtete indes die als Zeugin geladene Anästhesieschwester. Zum Zeitpunkt der Dokumentationslücke sei sie jedoch bereits mit den Vorbereitungen für den nächsten Patienten beschäftigt gewesen. „Dabei kann ich aber immer noch Nadina im Auge behalten“, versicherte sie.

Auf Nachfrage von Verteidiger Albert Heiss bestätigte die Krankenschwester, dass der Transport von der Aufwachstation auf die Kinderintensivstation, auf die Nadina verlegt worden war, rund 20 Minute dauere. Während dieser Zeit würden die Werte der Patienten nicht dokumentiert werden, fügte die Zeugin hinzu.

3 x Thermomix® TM6 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Um 12.00 Uhr unterbrach der Richter die Verhandlung. Sie soll am Nachmittag mit einer weiteren Zeugenbefragung fortgesetzt werden.


Kommentieren