Asyl - Babler: Frauenhaus in Traiskirchen aufgelöst

Traiskirchen (APA) - Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) ist einmal mehr empört: Er habe vor wenigen Tagen erfahren, dass das F...

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Traiskirchen (APA) - Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) ist einmal mehr empört: Er habe vor wenigen Tagen erfahren, dass das Frauenhaus in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge aufgelöst worden sei, teilte der Stadtchef am Dienstag mit. Außerdem seien mehr als 1.000 Menschen ohne fixen Essensplatz. Das Innenministerium wies die Vorwürfe als falsch zurück.

Babler sprach in einer Aussendung vom „absoluten Tiefpunkt in der österreichischen Flüchtlingspolitik“. Das Frauenhaus, das sein Vorgänger Fritz Knotzer (SPÖ) „vor vielen Jahren gemeinsam mit dem Innenministerium zum besonderen Schutz von traumatisierten oder im Krieg vergewaltigten Frauen eingerichtet hatte“ sei, dem „Über-alle-Grenzen-Vollstopfen“ von Traiskirchen zum Opfer gefallen. „Mein Quellen berichten“, dass es nur mehr ein Stockwerk für Frauen gebe, sagte Babler zur APA. Im Frauenhaus seien nun auch Männer untergebracht.

Der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, wies diese Darstellung auf Anfrage der APA zurück. Es gebe zwar kein ganzes Haus mehr für Frauen, aber immer noch einen eigenen Trakt und nicht nur wie von Babler behauptet nur ein Stockwerk. Grundböck begründete dies damit, dass derzeit weniger alleinstehende Frauen kommen. Die Privatsphäre sei für die Frauen in diesem Trakt aber weiterhin gegeben.

Darüber hinaus müssten derzeit mehr als 1.000 Menschen für die Essensausgabe vor einer Baracke im Freien anstehen, meinte Babler. Und das „bei jedem Wetter und ohne fixen Essensplatz“, so der Bürgermeister. Auch das stimme nicht, betonte Grundböck. Es gebe zu Mittag auch warmes Essen.

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