Ebola -Liberias Handelsminister fordert Eile im Kampf gegen Epidemie

Monrovia (APA/dpa) - Liberias Handelsminister Axel Addy hat mehr Eile im Kampf gegen Ebola angemahnt. „Wir befinden uns in einem Wettlauf ge...

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Monrovia (APA/dpa) - Liberias Handelsminister Axel Addy hat mehr Eile im Kampf gegen Ebola angemahnt. „Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit“, sagte Addy am Dienstag vor Journalisten in Genf. „So sehr wir Hilfe aus dem Ausland schätzen, sie muss schneller bei uns ankommen.“ Liberia ist das Land in Westafrika, das am schwersten von der Ebola-Epidemie betroffen ist.

Nach Addys Angaben sind dort bisher mehr als 2.000 Menschen an dem Virus gestorben. Die WHO hatte die Zahl der Toten in Liberia am vergangenen Freitag noch mit 1.830 angegeben. Die Epidemie hat Addy zufolge alle Bereiche des Landes erfasst und die im vergangenen Jahr um acht Prozent gewachsene Wirtschaft einbrechen lassen. So sei der Export von Eisenerz und Latex, den beiden Hauptexportprodukten, nahezu zum Erliegen gekommen. Viele Arbeiter seien daher ohne Job.

Gefährdet sei auch die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Die Vorräte an Reis, dem Hauptnahrungsmittel in Liberia, drohten Ende November auszugehen. Verhandlungen über neue Importe gestalteten sich schwierig. Der Transport sei ein weiteres Problem: Von bisher elf Fluggesellschaften fliegen derzeit nur noch zwei die Hauptstadt Monrovia an.


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