„my private world“: Sammlung Verbund verhandelt öffentliche Intimität

Wien (APA) - Die Frage nach der Privatheit zwischen Intimität und Öffentlichkeit ist seit Jahrzehnten ein Thema in der (nicht nur bildenden)...

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Wien (APA) - Die Frage nach der Privatheit zwischen Intimität und Öffentlichkeit ist seit Jahrzehnten ein Thema in der (nicht nur bildenden) Kunst. Die Sammlung Verbund greift den Stoff und seine generationenübergreifende Bearbeitung nun in ihrer neuen Ausstellung „my private world“ in der Vertikalen Galerie in Wien auf. Die heute eröffnende Schau ist bis zum 25. März zu sehen.

Gezeigt werden laut den Presseunterlagen sowohl Arbeiten ganz junger Künstler - wie etwa der 1988 geborenen Iranerin Tahmineh Monzavi - als auch Vertretern der 1970er Jahre, als sich die künstlerische Zurschaustellung des Privatlebens etablierte. Als Beispiele gelten etwa die Amerikaner Peter Hujar und Nan Goldin mit Porträts der Kunst-, Musik- und Homosexuellen-Szene in New York.

Monzavis Arbeiten werden als „empfindsame Zeugnisse der öffentlichen und familiären Lebensbereiche in Teheran“ beschrieben. So dokumentiert die Serie „The Brides of Mokhber-al-Dowleh“ die Entstehung von Brautkleidern, die ausschließlich von Männern genäht werden. „Monzavis Arbeiten hinterlassen einen widersprüchlichen und bizarren Eindruck, der die männlich dominierte Arbeitswelt mit der idealisierten Vorstellung des Ehelebens konfrontiert“, heißt es in der Ankündigung.

Verlassene Wohnhäuser in Malaysia rückt die Künstlerin Simryn Gill in den Fokus, der polnische Künstler Adam Rzepecki schlüpft in weiblich besetzte Rollen „und stellt dabei klassische Stereotypen auf ironische Weise auf den Kopf“. Insgesamt sind Arbeiten von mehr als einem Dutzend Künstlern zu sehen.

(S E R V I C E - Ausstellung „my private world. Werke aus der Sammlung Verbund“ in der Vertikalen Galerie, 1., Am Hof 6a. 1. Oktober bis 25. März 2015, Eröffnung heute, Dienstag, 18 Uhr. Infos unter http://go.apa.at/wuJEcoFg)


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