Video: Satirepolitiker macht sich über EU-Kommissar lustig

Der Satiriker Martin Sonneborn von „Die Partei“ nützte das Hearing des designierten Kommissars Günther Oettinger, um diesen vermeintlich bloß zu stellen. Dieser reagierte gelassen.

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Der als Digitalkommissar vorgeschlagene deutsche Günther Oettinger im Rahmen des Hearings.
© REUTERS

Brüssel – Kuriose Szenen haben sich im Rahmen der Kommissionshearings im EU-Parlament abgespielt. „Herr Oetting .. äh Oettinger“: So beginnt der Satiriker Martin Sonneborn seine Frage an den designierten Digitalkommisar Günther Oettinger. Der Vertreter der Satirepartei „Die Partei“ sitzt neu im EU-Parlament. Er befragt den möglichen neuen Kommissar, was er vom „Recht auf Vergessen“ hält. Und dann konfrontiert er ihn der Reihe nach mit größeren und kleineren Faux-Pas aus seinem Leben. Wie etwa, dass Oettinger einst das Motorradfahren auf Straßen gänzlich verbieten wollte. Oder dass ihm stark alkoholisiert (1,4 Promille) der Führerschein abgenommen wurde.

Konkret möchte der Komiker wissen, wie Oettinger verhindern will, dass diese persönlichen Details aus seinem Leben „versehentlich“ gelöscht werden. Immer wieder tönt Gelächter aus den Reihen der Abgeordneten, andere wiederum schütteln nur zerknirscht den Kopf. Besonders gut kam offensichtlich die abschließende Bitte an, der desginierte Kommissar möge die Frage doch bitte auf Englisch beantworten. Oettinger wird dafür kritisiert, die Sprach nur bedingt zu beherrschen.

Oettinger ließ sich nicht aus der Fassung bringen und antwortete nüchtern. Das „Recht auf Vergessen“ sein ein Kommissionsvorschlag, zu dem er stehe. Ein Politiker müsse zudem mit den eigenen Erfolgen, aber auch Misserfolgen leben. Auf Englisch antwortete Oettinger nicht. (mats)

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