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Bürgermeister bangen um Zukunft der Kaserne

Schließungsgerüchte um die Frundsberg-Kaserne in Vomp sorgen für Wirbel. Eine Gefährdung der Katastrophenbewältigung wird befürchtet.

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Von Angela Dähling

Vomp –Alle paar Jahre das gleiche Rätselraten: Wird die Frundsberg-Kaserne in Vomp geschlossen oder nicht? Auch jetzt sorgen Schließungsgerüchte und ein möglicher Verkauf des 5,6 Hektar großen Areals an der Ortsgrenze zu Schwaz wieder für Aufregung. „Ich hab es vor zehn Jahren schon gesagt, als die Pioniere abgezogen wurden: Wir sind gegen die Schließung“, bekräftigt der Vomper Bürgermeister Karl-Josef Schubert. Sollte es anders kommen und das Areal zum Verkauf stehen, hält Schubert dagegen: „Es ist als Sonderfläche Kaserne gewidmet. Die Gemeinde will da kein Bauland und könnte es als Freiland zurückwidmen.“ Der Gemeindechef hat jedoch eine andere Befürchtung: Nämlich, dass der Bund die Kaserne zur Unterbringung von Flüchtlingen nutzen will. „Ich habe diesbezüglich zwar null Informationen, aber ich kann eins und eins zusammenzählen“, sagt Schubert. „Wir hätten da als Gemeinde dann nichts mitzureden, weil das über einen Assistenzeinsatz geregelt werden könnte. Das Innenministerium würde das Bundesheer per Regierungsbeschluss zur Assistenz in der Flüchtlingsunterbringung beauftragen“, erklärt Schubert. Somit würde das Areal weiterhin militärisch genutzt werden.


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