Künftiger EU-Verkehrskommissar will „Weltklassetransportsystem“

Brüssel (APA) - Der künftige EU-Kommissar für Verkehr und Raumfahrt, Maros Sefcovic, hat die Bereiche Transport und Mobilität als „Herzstück...

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Brüssel (APA) - Der künftige EU-Kommissar für Verkehr und Raumfahrt, Maros Sefcovic, hat die Bereiche Transport und Mobilität als „Herzstück der EU-Integration“ bezeichnet. Deswegen wolle er für das Europa des 21. Jahrhunderts ein „Weltklasse-Transportsystem“ verwirklichen, sagte Sefcovic bei der Anhörung im Europaparlament am Dienstag.

Priorität werde es haben, im Verkehrsbereich immer noch vorhandene Unterschiede zwischen den Ländern zu beseitigen. Vor 25 Jahren habe die Einigung Europas begonnen, was eine historische Transformation sei. Vom Kalten Krieg am stärksten betroffen sei der Verkehrsbereich gewesen, so Sefcovic.

Dabei will der Kommissar auch das vom neuen Präsidenten Jean-Claude Juncker angekündigte 300-Mrd.-Euro-Investitionspaket nützen. Europa „braucht eine Infrastruktur der Weltklasse“. Dafür seien auch Satelliten und die digitale Technologie notwendig. 70 Prozent der Bürger lebe heute in Städten. Wesentlich werde auch ein sicheres Transportsystem sein. Engpässe müssten überwunden werden und der einheitliche europäische Luftraum verwirklicht werden.

Die Fragmentierung des Eisenbahnsektors müsse der Vergangenheit angehören. Deshalb sei die europäische Netzagentur zu nutzen. Sefcovic will „26.000 unterschiedliche nationale Regeln abschaffen, die den Sektor wirklich blockieren“.

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Positiv in der EU sei, dass die Passagierrechte auf ein hohes Niveau angehoben wurden. Zum Verkehr auf dem Wasser stellte Sefcovic fest, dass die heutigen Schiffe oft veraltet seien. Die Donau könne nur zu 15 Prozent ihre Transportmöglichkeiten nutzen. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist dem Kommissar ein großes Anliegen. „26.000 Tote im Straßenverkehr sind viel zu hoch. Das ist nicht akzeptabel“. Hier könne es keine Kompromisse geben.

Für die Raumfahrt kündigte Sefcovic an, dass in den kommenden fünf Jahren mehr als 30 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden. Rückschläge dürfen nicht zu Entmutigung führen.


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