IS - Ankara: Jihasiten rücken auf türkische Exklave in Syrien vor

Ankara/Damaskus (APA/AFP) - Die Jihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) rückt laut Ankara auf eine türkische Exklave im Norden Syriens vor...

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Ankara/Damaskus (APA/AFP) - Die Jihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) rückt laut Ankara auf eine türkische Exklave im Norden Syriens vor. Vizeministerpräsident Bülent Arinc bestätigte am Dienstag Medienberichte, wonach sich Jihadisten in der Nähe des Grabmals von Süleyman Schah am Euphrat befänden, das gemäß einem Abkommen aus dem Jahr 1921 türkisches Territorium ist und von einer Gruppe türkischer Soldaten bewacht wird.

Arinc trat aber Berichten entgegen, das Grabmal sei von den Jihadisten besetzt und die Soldaten gefangenen genommen worden. Die Zeitung „Yeni Safak“ hatte zuvor berichtet, rund 1.100 Jihadisten hätten die 36 Soldaten in dem Grabmal des Großvaters von Osman I., dem Begründer des Osmanischen Reichs, überrannt.

Das Grabmal liegt auf einer Halbinsel im Euphrat rund 25 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Große Gebiete Nordsyriens stehen unter Kontrolle der IS-Miliz. Ankara hatte bereits früher gewarnt, dass es einen Angriff auf das Mausoleum als Angriff auf sein Hoheitsgebiet werten und entsprechend reagieren werde.

Die türkische Regierung gab unterdessen bekannt, sie habe das Parlament offiziell um Zustimmung zu einer militärischen Intervention gegen die IS-Miliz in Syrien und im Irak gebeten. Arinc sagte, die den Abgeordneten vorgelegte Resolution enthalte ein „sehr breites Mandat“ für die Regierung. Er hoffe auf die einstimmige Zustimmung des Parlaments.


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