Italien senkte Wirtschaftsprognosen für 2014 und 2015

Rom (APA/Reuters) - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung im heurigen und im kommenden Jahr gesenkt. Die Regierung gehe nu...

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Rom (APA/Reuters) - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung im heurigen und im kommenden Jahr gesenkt. Die Regierung gehe nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2014 um 0,3 Prozent schrumpfen werde, sagte Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Dienstag. Im April war sie noch von einem Zuwachs um 0,8 Prozent ausgegangen.

Für 2015 werde die Vorhersage auf ein Wachstum von 0,6 Prozent von zuvor 1,3 Prozent zurückgenommen. Grund seien die schwachen Konjunkturdaten im ersten Halbjahr.

In den ersten sechs Monaten rutsche die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wieder in die Rezession. Es ist die dritte innerhalb von sechs Jahren. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) kappte jüngst ihre Konjunkturprognose und erwartet für 2014 nicht mehr ein Wachstum der Wirtschaft von 0,5 Prozent, sondern ein Schrumpfen um 0,4 Prozent. Regierungschef Matteo Renzi versucht, die Wirtschaft mit Reformen anzukurbeln.

Zudem hob Padoan das Defizitziel für das heurige Jahr auf 3,0 Prozent von 2,6 Prozent im Vergleich zur Wirtschaftsleistung an. In den EU-Verträgen ist eine Drei-Prozent-Marke erlaubt. Für 2015 kalkuliert die Regierung mit einem Defizit von 2,9 Prozent verglichen mit der bisherigen Prognose von 1,8 Prozent. Mit einem strukturell ausgeglichen Haushalt rechnet Italien erst für 2017 und damit ein Jahr später als ursprünglich geplant.

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