Die Ladenöffnungszeiten in Deutschland

Berlin (APA/dpa) - Das „Gesetz über den Ladenschluss“ von 1956 erlaubte Geschäften in der Bundesrepublik Deutschland montags bis freitags vo...

  • Artikel
  • Diskussion

Berlin (APA/dpa) - Das „Gesetz über den Ladenschluss“ von 1956 erlaubte Geschäften in der Bundesrepublik Deutschland montags bis freitags von 7.00 bis 18.30 Uhr zu öffnen. Samstags mussten sie um 14.00 Uhr schließen. Seit 1957 durfte am ersten Samstag im Monat bis 18.00 Uhr verkauft werden, seit 1960 auch an den vier Adventssamstagen. Danach gab es weitere Lockerungen:

1989 brachte der „lange Donnerstag“ Öffnungszeiten bis 20.30 Uhr. Seit 1996 durfte wochentags bis 20.00 Uhr verkauft werden, samstags bis 16.00 Uhr. 2003 wurde Geschäften erlaubt, auch an Samstagen bis 20.00 Uhr zu öffnen.

Mit der Föderalismusreform von 2006 ging die Gesetzgebungskompetenz für den Ladenschluss vom Bund auf die Länder über. Berlin reagierte als erstes Land und gab die Öffnung rund um die Uhr frei, andere Länder folgten. Viele Supermärkte und Shopping-Center haben nun von Montag bis Samstag bis 22.00 Uhr geöffnet, einige bis Mitternacht.

Ländergesetze erlauben nun auch verkaufsoffene Sonn- und Feiertage, meist zu Messen, Märkten oder Festen. Einige Städte bieten viermal im Jahr sonntägliches Event-Shopping, in Berlin sind es acht Sonntage. Meist beschränkt sich die Öffnungszeit dann auf 13.00 bis 18.00 Uhr.

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

In Tourismusgebieten bringt die Bäderregelung weitere Ausnahmen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern ist in der Saison von Ende März bis Ende Oktober in 96 Küstenorten die Öffnung auch an 31 Sonntagen erlaubt, in der Regel von 13.00 bis 18.00 Uhr. In Schleswig-Holstein lässt eine verbleichbare Regelung 36 verkaufsoffene Sonntage zu.


Kommentieren