Baur: „Für jedes Problem gibt es Lösung“

Lienz – „Die gesunde Watsche gibt es nicht“, stellt Landesrätin Christine Baur, zuständig für Kinder- und Jugendhilfe, anlässlich des heutig...

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Lienz –„Die gesunde Watsche gibt es nicht“, stellt Landes­rätin Christine Baur, zuständig für Kinder- und Jugendhilfe, anlässlich des heutigen Tages der Gewaltlosigkeit klar. Kinder haben seit einem Vierteljahrhundert ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. In einigen Fällen brauchen sie aber immer noch behördlichen Schutz.

Die größten Probleme seien überforderte Eltern, Vernachlässigung, finanzielle Probleme, Suchtprobleme oder psychische Erkrankungen. Bei der Kinder- und Jugendhilfe gingen von den tirolweit 3329 Gefährdungsmeldungen im Jahr 2013 im Bezirk Lienz insgesamt 125 Meldungen ein. Die Mitarbeiter überprüfen meist durch Hausbesuche die Situation in diesen Familien. „Oft lassen sich Krisen durch Beratungen oder eine ambulante Betreuung lösen“, berichtet Silvia Rass-Schell, Vorstand der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe. Im Bezirk Lienz erhielten im Jahr 2013 insgesamt 127 Kinder und deren Eltern eine ambulante Hilfe, in ganz Tirol waren es 3122.

Können die familiären Probleme durch Beratung und Begleitung nicht bewältigt werden, kann das Kind oder der Jugendliche eine kürzere oder längere Zeit in einer familienähnlichen Einrichtung, einer Pflegefamilie, einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft oder im Rahmen des betreuten Wohnens begleitet werden. 18 Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk Lienz fanden so 2013 im Rahmen der „Vollen Erziehung“ in stationären Einrichtungen ein vorübergehendes Zuhaus­e. „Für jedes Problem gibt es ein­e Lösung“, weiß Baur. Diese werde gemeinsam mit den Eltern und Kindern gesucht und erarbeitet. (TT)

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