Neue EU-Kommissarin will Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Brüssel (APA/dpa) - Die designierte EU-Kommissarin für Arbeit und Soziales Marianne Thyssen will die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen. Dabei...

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Brüssel (APA/dpa) - Die designierte EU-Kommissarin für Arbeit und Soziales Marianne Thyssen will die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen. Dabei wolle sie sich für die Umsetzung der europäische Jugendgarantie einsetzen, sagte Thyssen bei ihrer Anhörung am Mittwoch vor Europaparlamentariern in Brüssel zu.

Die Jugendgarantie soll junge Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten in Praktikum, Arbeit oder Ausbildung bringen. Die EU stellt dazu im laufenden und im kommenden Jahr mehrere Milliarden Euro zur Verfügung.

„Wenn wir hier kein Ergebnis zeitigen können, dann wird es bei der jungen Generation eine tiefe Vertrauenskrise geben (...) und das darf nicht sein“, sagte die belgische Christdemokratin. „Es ist unsere Aufgabe (bei der EU-Kommission), dafür zu sorgen, dass die Mittel benutzt werden.“

Die im Frühjahr 2013 beschlossene Jugendgarantie kommt schleppend in Gang. Bisher haben nur Frankreich und Italien erfolgreich Programme in Brüssel eingereicht. „Ich werde nicht zögern, die Mitgliedsstaaten zur Ordnung zu rufen“, so Thyssen.

Thyssen sprach sich auch für einen Mindestlohn in allen EU-Staaten aus - betonte aber, dass diese Entscheidung bei den nationalen Regierungen liege. „Einen Mindestlohn aufzwingen oder festlegen, das können wir (in Brüssel) nicht.“ Die designierten Kommissare stellen sich im EU-Parlament vor. Wenn dies zustimmt, nimmt die neue EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker im November die Arbeit auf.


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