IS - Medien: Jihadistin aus Kroatien in Syrien verwundet

Zagreb (APA) - Dass die Terrormilizen des „Islamischen Staats“ (IS) in Europa Sympathisanten haben, ist bekannt. Nun ist der Fall einer jung...

  • Artikel
  • Diskussion

Zagreb (APA) - Dass die Terrormilizen des „Islamischen Staats“ (IS) in Europa Sympathisanten haben, ist bekannt. Nun ist der Fall einer jungen Kroatin bekannt geworden, die sich dem Jihad angeschlossen haben soll. Die 27-jährige Dora B. soll bei einem Luftangriff in der syrischen Provinz Raqqa verletzt worden sein, berichteten Medien.

Die zum Islam konvertierte frau aus Zagreb hatte ihrer Heimat bereits vor Jahren den Rücken gekehrt. Laut inoffiziellen Informationen lebte Dora B. zunächst in London, wo ihre erste Ehe mit einem vom Christentum zum Islam konvertierten Muslim scheiterte. Nach ihrer Rückkehr nach Kroatien, ging sie demnach 2012 erneut fort und lebte in wahhabitischen Siedlungen, zunächst in Serbien, dann in Bosnien-Herzegowina, wo sie zum zweiten Mal heiratete.

Im Vorjahr ging sie mit ihrem Mann, der sich IS anschloss, nach Syrien. Dora B. soll mit anderen Frauen in Raqqa untergebracht gewesen sein. Am Montag wurde bekannt, dass die kroatische Staatsbürgerin bei den jüngsten Luftangriffen der syrischen Armee verwundet wurde, eine bosnisch-herzegowinische Staatsbürgerin sei getötet worden.

Der kroatische Sicherheitsnachrichtendienst (SOA) hatte vor einem Monat bekannt gegeben, dass keine Kroaten am Jihad im Irak und Syrien teilnähmen. Man beobachte aber Bewegungen von Islamisten in den Nachbarländern.


Kommentieren