Deutschland beschloss Erhöhung der SED-Opferrente um 20 Prozent

Berlin (APA/AFP) - Ehemalige politische Häftlinge der DDR bekommen für das damals erlittene Unrecht künftig eine höhere Rente. Das deutsche ...

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Berlin (APA/AFP) - Ehemalige politische Häftlinge der DDR bekommen für das damals erlittene Unrecht künftig eine höhere Rente. Das deutsche Bundeskabinett beschloss am Mittwoch, die sogenannte SED-Opferrente um 20 Prozent zu erhöhen. „Viele SED-Opfer leiden unter dem Unrecht, das ihnen angetan wurde, bis heute körperlich und psychisch“, erklärte Justizminister Heiko Maas.

„Mit der Rente und ihrer Erhöhung wollen wir dieses Unrecht auch finanziell anerkennen.“ Die Rentenerhöhung soll ab 1. Jänner 2015 gelten. Maas verwies darauf, dass die SED-Opferrente seit ihrer Einführung 2007 nicht mehr erhöht wurde.

Die nun beschlossenen Verbesserungen trügen dazu bei, den Einsatz jener Menschen stärker zu würdigen, „die sich als Vorkämpfer für Freiheit, Demokratie und ein vereinigtes Deutschland gegen das System aufgelehnt haben und die deshalb Zwangsmaßnahmen erdulden mussten“, betonte der Minister. „Dies ist ein wichtiges Signal gerade in diesem Jahr, da sich der Fall der Mauer zum 25. Mal jährt.“

Voraussetzung für den Erhalt der Opferrente ist, dass der Empfänger mindestens sechs Monate in DDR-Gefängnissen inhaftiert war. Derzeit beziehen gut 45.000 Menschen eine solche Rente.

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