Journalisten Club: TTIP-“Geheimverhandlungen“ gefährden Demokratie

Wien (APA) - Der Österreichische Journalistenclub (ÖJC) spricht in Sachen des geplanten EU-Freihandelsabkommens mit den USA (TTIP) wegen geo...

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Wien (APA) - Der Österreichische Journalistenclub (ÖJC) spricht in Sachen des geplanten EU-Freihandelsabkommens mit den USA (TTIP) wegen georteter „Geheimverhandlungen“ von einen Angriff auf die Demokratie, den Sozialstaat sowie auf Urheber- und Grundrechte in Europa. Bei Verhandlungen würden ausschließlich Copyright-Rechte US-amerikanischer Firmen „und anderer Lobbyisten“ vertreten, so der ÖJC am Mittwoch.

Interessen journalistischer Urheber und Autoren im europäischen Sinne würden nicht vertreten, hieß es in einer Aussendung. Die Rechte von europäischen Autoren blieben dabei auf der Strecke. „Wenn TTIP kommt, fällt damit das autorenorientierte österreichische Urheberrecht und es kommt das amerikanische, verlagsorientierte Copyright“, warnt ÖJC-Präsident Fred Turnheim.

Bei TTIP gehe es auch um den freien Zugang zum Internet, der von Medienkonzernen nicht gewünscht sei, so der ÖJC weiter. Die Journalisten sehen zudem auch „die freie und demokratische Nutzung der sozialen Netzwerke in Gefahr“.

„Dringend“ ersucht der ÖJC daher die österreichischen EU-Parlamentsabgeordneten und die Verhandler der Bundesregierung, Urheberrechte nicht gegen das amerikanische Copyright einzutauschen.

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