Arbeit in Tirol: Fast neun Prozent mehr Menschen auf Jobsuche

Die Arbeitslosigkeit in Tirol ist weiter gestiegen. Ende September waren 20.625 Menschen ohne Job, um 8,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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© APA/Pfarrhofer

Innsbruck - Die Zahl der beim Arbeitsmarktservice in Tirol als arbeitslos vorgemerkten Personen ist im vergangenen September im Jahresvergleich um 8,9 Prozent auf insgesamt 20.625 gestiegen. Die Zahl der Menschen in Schulung ist um 15,2 Prozent auf 2594 angewachsen. Das teilte das AMS-Tirol am Mittwoch in einer Aussendung mit. Ende September betrug die Arbeitslosenquote in Tirol somit 6,1 Prozent.

„Das Beschäftigungswachstum pendelt sich auf dem Niveau von einem Prozent ein, es liegt damit zwar unter den Tiroler Werten der Vorjahre, aber nach wie vor deutlich über dem Österreichdurchschnitt. Obwohl einerseits die Beschäftigung steigt, verharrt die Arbeitslosigkeit andererseits auf hohem Niveau. Natürlich schlagen sich auch die Saisonarbeitslosen im Tourismus in den Zahlen nieder: Gegenüber August 2014 kam es aufgrund des beginnenden Saisonendes zu einem Anstieg um 2537 Personen, aber die Problemstellungen reichen natürlich tiefer“, kommentiert AMS-Tirol-Chef Anton Kern die aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt.

Ältere und Ausländer besondern betroffen

Besonders Ältere und Ausländer mit geringem Qualifikationsniveau sowie Arbeitssuchende mit gesundheitlichen Problemen hätten geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt, erklärt Kern. Positive Signale kommen weiter vom Lehrstellenmarkt. Das AMS appelliert daher an Jugendliche und deren Eltern, die günstige Lehrstellensituation jetzt zu nutzen. Mehr Lehrstellen stehen nicht nur im Tourismus zur Verfügung, sondern auch in anderen Branchen, wie etwa im Bau oder in der Produktion, heißt es.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Zahl der Arbeitslosen im Tourismusbereich um 6,3 Prozent und im Handel um 11,1 Prozent gestiegen. In der Leiharbeiterbranche gab es ein Plus von 19,5 Prozent. Rückgänge wurden hingegen bei den Jüngeren vermeldet: Die Zahl der Unter-20-jährigen Arbeitslosen sank um 1,6 Prozent. Bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen gab es wiederum einen Anstieg um 56,4 Prozent. (tt.com)

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