Senioren im Verkehr besonders gefährdet

Innsbruck – Senioren sind im Straßenverkehr sowohl als Fußgänger als auch als Radfahrer von Unfällen besonders stark betroffen – oft, weil s...

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Innsbruck –Senioren sind im Straßenverkehr sowohl als Fußgänger als auch als Radfahrer von Unfällen besonders stark betroffen – oft, weil sie von Pkw-Lenkern zu spät oder überhaupt nicht gesehen werden. Auch die Verletzungsschwere nimmt mit dem Alter massiv zu. Anlässlich des gestrigen „Internationalen Tages der älteren Menschen“ appellierte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zu mehr Rücksichtnahme und Achtsamkeit gegenüber älteren Verkehrsteilnehmern.

In Tirol starben im Vorjahr 15 Menschen über 65 Jahre bei Verkehrsunfällen. Neun davon waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt wurden 541 Tiroler Senioren bei Unfällen verletzt. Österreichweit verunglückten 5350 Personen ab 65 Jahren im Straßenverkehr; davon starben 142 Senioren. Damit ist die Altersgruppe der ab 65-Jährigen anteilsmäßig diejenige mit den meisten Verkehrstoten. „Erhöhte Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme könnten hier maßgeblich zur Unfallreduktion beitragen“, erklärt Klaus Robatsch vom Kuratorium. Mit der gesteigerten Lebenserwartungen steigt auch das Bedürfnis an Mobilität für die älteren Verkehrsteilnehmer. Das Kuratorium fordert diesbezüglich „neue Lösungen“, um die aktive und zugleich sichere Teilnahme am Verkehr so lange wie möglich zu gewährleisten. (TT)


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