Fahrgast soll zwei Kontrollorinnen gebissen haben: Unschuld beteuert

Salzburg (APA) - Gleich zwei Kontrollorinnen soll ein Fahrgast im Juni bei einem Gerangel in einem Salzburger O-Bus gebissen haben, nachdem ...

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Salzburg (APA) - Gleich zwei Kontrollorinnen soll ein Fahrgast im Juni bei einem Gerangel in einem Salzburger O-Bus gebissen haben, nachdem er keinen gültigen Fahrschein vorgewiesen hatte. Der 34-Jährige bestritt bei einem Prozess am Mittwoch am Landesgericht Salzburg den Vorwurf der Körperverletzung. Doch die beiden Frauen bezeugten, sehr wohl gebissen worden zu sein.

„Ich habe niemanden gebissen, ich bin doch kein Hund“, entrüstete sich der Angeklagte vor Strafrichterin Madeleine Vilsecker. Er habe am 5. Juni um 12.30 Uhr nach dem Einsteigen in die O-Bus-Linie 1 seine Wochenkarte entwerten wollen, sei aber nicht schnell genug gewesen. „Eine Frau hat mir die Karte weggenommen.“ Daraufhin hätten ihn zwei weitere Frauen und ein Mann attackiert, festgehalten und geschlagen. Seinen Ausweis habe er ihnen nicht zeigen wollen, „ich hatte kein Vertrauen zu ihnen“, schilderte der bisher unbescholtene Somalier.

Wie er sich dann die Verletzungen der beiden Mitarbeiterinnen des Österreichischen Wachdienstes erklären könne? Die eine sei laut Anklage in den rechten Unterarm, die andere in den rechten Oberschenkel gebissen worden. Diese Frage der Richterin konnte der Beschuldigte nicht beantworten. Er fand nur folgende Erklärung: „Es waren keine Kontrollore, es waren gewalttätige Menschen.“

Die beiden Kontrollorinnen beteuerten im Zeugenstand, den damals „aggressiven Mann“ nicht geschlagen zu haben. Sie hätten ihn nur mit Hilfe des Busfahrers festhalten wollen, bis die Polizei eintreffe. Bei dem Tumult kamen einige Beteiligte, darunter der Angeklagte, offenbar am Boden zu liegen. Die Verhandlung wurde am Nachmittag auf unbestimmte Zeit vertagt, weil ein weiterer Kontrollor, der damals ebenfalls anwesend war, heute als Zeuge nicht erschienen war.

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