Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX ist am Mittwoch nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und den USA wieder unter Druck gera...

  • Artikel
  • Diskussion

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX ist am Mittwoch nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und den USA wieder unter Druck geraten. Zwischenzeitliche Gewinne konnte der deutsche Leitindex nicht halten, nachdem er zunächst an seine Vortageserholung angeknüpft hatte.

Zum Handelsschluss stand das Börsenbarometer 0,97 Prozent tiefer bei 9.382,03 Punkten. Zwischenzeitlich war der DAX sogar auf den tiefsten Stand seit Ende August abgerutscht. Der MDAX fiel um 1,09 Prozent auf 15.820,09 Punkte, während der TecDAX 0,14 Prozent auf 1.247,61 Punkte verlor.

In der Eurozone hatte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen im September vor allem wegen einer schwachen Entwicklung in Deutschland überraschend stark eingetrübt. Die Daten wurden gerade mit Blick auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aufmerksam beobachtet. Die EZB wird an diesem Donnerstag ihre jüngsten geldpolitischen Entscheidungen erläutern und Details zum Kaufprogramm für Kreditverbriefungen bekanntgeben. Mit dem soll die Wirtschaft gestützt werden. Zuletzt hatten durchwachsene Konjunkturdaten bei Investoren Hoffnungen auf eine baldige noch weitere Öffnung der Geldschleusen geweckt.

In den Vereinigten Staaten waren zudem die Bauausgaben im August überraschend gesunken. Ferner war der ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im September unerwartet deutlich gefallen. Meldungen über eine Fortsetzung des dynamischen Aufschwungs am US-Arbeitsmarkt halfen da nicht. „Die heiß gelaufenen US-Börsen lassen Dampf ab“, schrieb Marktanalyst Jens Klatt von DailyFX. Zusätzlich trennen sich internationale Investoren von europäischen Papieren, da ihnen im Fall einer weiteren Abwertung des Euro zusätzlich Währungsverluste drohten.

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Auf Unternehmensseite stand der Börsengang von Zalando im Fokus. Der Online-Modehändler beendete seine Achterbahnfahrt am ersten Börsentag exakt auf dem Ausgabepreis von 21,50 Euro. Gestartet waren die Titel mit 24,10 Euro, bröckelten danach aber stetig ab.

Mit Blick auf die an der Börse etablierten Unternehmen erfreute Adidas seine Aktionäre mit einem milliardenschweren Aktien-Rückkaufprogramm. Die Papiere des Sportartikelherstellers zogen um rund 1 Prozent an. Am DAX-Ende fielen die Papiere des Salz-und Düngemittelproduzenten K+S um rund 3 Prozent. So tief standen sie zuletzt im März. Die Aktien der Lufthansa rutschten um 2,68 Prozent ab. Am Dienstag hatte ein Pilotenstreik die Fluggesellschaft belastet.

Im MDAX fielen Südzucker-Aktien nach Analystenkommentaren zu den Belastungen durch den niedrigeren Zuckerpreis auf den tiefsten Stand seit Anfang 2009. Zum Handelsschluss belief sich das Minus auf mehr als sechs Prozent.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA529 2014-10-01/18:35


Kommentieren