Nobelpreisträgerin Menchu sagte gegen Ex-Polizeichef in Guatemala aus

Guatemala-Stadt (APA/dpa) - Im Prozess um ein Massaker in der spanischen Botschaft in Guatemala vor 34 Jahren hat die Friedensnobelpreisträg...

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Guatemala-Stadt (APA/dpa) - Im Prozess um ein Massaker in der spanischen Botschaft in Guatemala vor 34 Jahren hat die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu gegen den angeklagten früheren Polizeikommandeur Pedro Garcia ausgesagt. „Ich bin hier, weil ich Hoffnung auf Gerechtigkeit hege. Ich will nur Gerechtigkeit und die Wahrheit“, sagte sie beim Prozessauftakt am Mittwoch.

Menchu tritt als Nebenklägerin auf. Polizisten der Militärdiktatur hatten 1980 die spanische Vertretung in Guatemala-Stadt gestürmt, in die Regierungsgegner geflohen waren. 37 Menschen, darunter Menchus Vater, kamen bei dem anschließenden Brand ums Leben.

Staatsanwältin Hilda Pineda sagte, Garcia habe den Auftrag erhalten, niemanden lebend davonkommen zu lassen. Der frühere Chef einer Polizeieinheit wies die Vorwürfe zurück. Wegen des Mordes an einem Studenten verbüßt Garcia bereits eine langjährige Freiheitsstrafe.

Menchu hatte sich in linken Gruppen engagiert und Streiks armer Landarbeiter organisiert. Während der Militärdiktatur floh sie ins Exil nach Mexiko. Für ihren Einsatz für die Rechte der Ureinwohner in Lateinamerika wurde sie 1992 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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