Aguntum fuhr ein sattes Plus an Besuchern ein

Die Einnahmen im Museum stiegen um ein Drittel. Ende Oktober wird zur langen Nacht geladen und ein Zukunftskonzept präsentiert.

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Von Claudia Funder

Dölsach, Lienz –Der Sommer, der keiner war, hinterließ nicht überall lange Gesichter. Als Alternativprogramm hoch im Kurs standen in Osttirol etwa die Museen. Hier klingelten die Kassen. Sehr zufrieden zeigt man sich auf Schloss Bruck. „Wir werten die Daten erst genau aus, aber wir verzeichneten Besucher­zuwächse“, erklärt Museumsleiterin Silvia Ebner. „Vor allem der Juli lief hervorragend.“

Über gar ein Drittel mehr an Einnahmen freut man sich in Aguntum. Nachdem im Sommer Ausflüge auf den Berg oder ins Schwimmbad häufig buchstäblich ins Wasser fielen, war das Museum in Dölsach für Gäste und Einheimische ein willkommenes „Ausweichziel“. An den Relikten der einstigen Römerstadt zeigten neben Österreichern vor allem Deutsche, Holländer und Italiener Interesse.

Im Vorjahr war der Zulauf aufgrund der Sperre am Felbertauern und der Hitze­phase im Sommer sehr verhalten. „Heuer verzeichneten wir schon bisher rund zahlende 13.000 Besucher“, freut sich Museumsbetreuer und -pädagoge Hannes Rohracher im Gespräch mit der TT über ein Plus von 4000 Besuchern. Nicht einberechnet sind die vielen Interessierten, die zu den Sonderveranstaltungen wie dem Römerfest, der Ausstellung im Grabungshaus und den Schaugrabungen auf dem Freigelände strömten. „Sehr gut angenommen wurde auch das museums­pägagogische Angebot“, erklärt Rohracher. „Im Mai und Jun­i kamen allein knapp 1500 Schüler aus Südtirol.“

Ende des Monats wird die Vielseitigkeit von Aguntum noch einmal mit einer besonderen Veranstaltung präsentiert und ein neues Leitbild unter dem Titel „Neue Konzepte für alte Mauern“ veröffentlicht. „Wir werden am 23. Oktober den ersten Teil eines Konzepts mit langfristigen Zukunftsperspektiven vorstellen“, verrät Leo Gomig, Obmann des Vereins Curatorium pro Agunto. Über den Inhalt desselben hält er sich im Gespräch mit der TT allerdings noch bedeckt, gibt aber einen weiteren Termin bekannt: „Am 26. Oktober öffnet das Museum zum letzten Mal in diesem Jahr. Wir planen ein­e Abschlussveranstaltung in Form einer langen Nacht.“

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An diesem Abend warten auf die Besucher ausgewählte Fundstücke, Workshops und Sonderführungen, erklärt Rohracher. Am genauen Programm werde noch gefeilt. Im Anschluss legt das Museu­m in gewohnter Manier eine Winterpause ein und lädt erst ab Anfang Mai wieder zum Besuch.

2015 wird ein aktueller Folder aufgelegt und das interaktive Angebot der Terminals erweitert. „Kinderkrankheiten“ der Infopoints sind mittlerweile überwunden. Auch neue Römerkostüme sollen im Museum Einzug halten. Rohracher plant zudem die Erstellung eines „Begleitheftes mit aktuellen Bildern und Grafiken sowie den wichtigsten Infos über Aguntum in komprimierter Form“.


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