Astra Giurgiu soll für Salzburg nicht zum Stolperstein werden

Nur der Status eines Überfliegers in der Europa-League-Gruppenphase kann die Saison für den rotweißroten Vorzeigeklub Red Bull Salzburg noch retten: Dafür braucht es schon heute in Giurgiu einen Sieg über Astra.

  • Artikel
  • Diskussion

Innsbruck – Es ist eine andere Welt, in die die Roten Bullen aus Salzburg gestern zu ihrem zweiten Spiel des laufenden Europa-League-Bewerbes aufgebrochen sind: Weil in Giurgiu, der Stadt des rumänischen Vizemeisters Astra, kein passendes Hotel zur Verfügung steht, haben sich die Bullen in Bukarest einquartiert. Eine Stunde braucht es bis ins Stadionul Marin Anastasovici, der Heimstätte des Gegners. Gespielt wird um 22.05 Uhr Ortszeit, die UEFA lässt in diesem Stadion nur 5600 Zuschauer zu. Hexenkessel-Feeling wird es also keines geben.

Aber das ist nicht der alleinige Grund, warum die Salzburger sich in Rumänien die zwei verlorenen Punkte des 2:2 gegen Celtic zurückholen wollen. Der heutige Gastgeber ist nicht wirklich in einer tollen Form: Das erste Gruppenspiel bei Dinamo Zagreb hatte er 1:5 verloren. In der Liga erreichte der rumänische Cupsieger zuletzt ein torloses Remis bei Steaua Bukarest. „Auch wenn der Gegner vom Namen her wenig bekannt und nicht optimal in die Gruppenphase gestartet ist, müssen wir sehr konzentriert zu Werke gehen“, so Bullen-Coach Hütter im APA-Gespräch. Zur Wiedergutmachung braucht es einen Sieg.

Die Salzburger geben sich Mühe, die Erinnerungen an die Malmö-Pleite und die drei Flops in der Meisterschaft verblassen zu lassen, um sich lieber dem 12:1-Sieg im Cup gegen Sportklub und dem mit 2:1 über Rapid in der Meisterschaft zu erinnern.

Die Personalsorgen in der defensiven Abteilung haben sich reduziert: Der zuletzt gesperrte Martin Hinteregger kehrt in die Innenverteidigung zurück, Ankersen, Ulmer und Schwegler haben das Abschlusstraining mitgemacht – und Platz im Flieger nach Bukarest genommen.

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Die Rumänen sind im eigenen Stadion im internationalen Vergleich eine Macht: Das 0:1 gegen Lyon war in sechs Europacup-Heimspielen die einzige Niederlage. Dafür wurde in Lyon 2:1 gesiegt. Insgesamt stehen im Team von Astra Giurgiu zwölf Legionäre. Denn auch der Bullen-Gegner hat einen Boss, der nicht nur sehr viel Geld hat, sondern einiges davon auch in „seinen“ Klub investiert hat: Präsident und Klubbesitzer Ioan Niculae wurde mit Düngemittel reich. Er will auf seinem Boden im Stadion etwas sprießen sehen.

Den Bullen wäre es recht, wenn es der Angriffselan seiner Vorzeigeformation mit Soriano, Kampl, Alan und Sabitzer wäre … (winkl)

Europa League, Gruppenphase - 2. Spieltag

Gruppe A - 21.05 Uhr

Villarreal - Apollon Limassol

FC Zürich - Borussia Mönchengladbach

Gruppe B - 21.05 Uhr

HJK Helsinki - Club Brügge

FC Torino - FC Kopenhagen

Gruppe C - 21.05 Uhr

Tottenham Hotspur - Besiktas Istanbul

Asteras Tripolis (GRE) - Partizan Belgrad

Gruppe D - 21.05 Uhr

Astra Giurgiu (ROM) - Red Bull Salzburg

Celtic Glasgow - Dinamo Zagreb

Gruppe E - 18.00 Uhr

Dynamo Moskau - PSV Eindhoven

Estoril Praia (POR) - Panathinaikos Athen (21.05 Uhr)

Gruppe F - 21.05 Uhr

Inter Mailand - Karabach Agdam (AZE)

AS St. Etienne - Dnipr Dnipropetrowsk

Gruppe G - 19.00 Uhr

HNK Rijeka - FC Sevilla

Feyenoord Rotterdam - Standard Lüttich

Gruppe H - 18.00 Uhr

FC Krasnodar (RUS) - Everton

VfL Wolfsburg - OSC Lille (19.00 Uhr)

Gruppe I - 19.00 Uhr

Slovan Bratislava - SSC Napoli

Sparta Prag - Young Boys Bern

Gruppe J - 19.00 Uhr

Aalborg BK - Rio Ave (POR)

Dinamo Kiew - Steaua Bukarest

Gruppe K - 19.00 Uhr

Dynamo Minsk - ACR Fiorentina

EA Guingamp - PAOK Saloniki

Gruppe L - 19.00 Uhr

KSC Lokeren (BEL) - Metalist Charkiw

Trabzonspor - Legia Warschau


Kommentieren


Schlagworte