Fleckner Flurbereinigung steht vor dem Abschluss

Der St. Ulricher Ortsteil wurde neu vermessen und die Infrastruktur saniert. Sieben Jahre wurde an dem Dorferneuerungsprojekt gearbeitet.

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Von Verena Hofer

St. Ulrich a. P. –Staub und lärmgeplagt, das waren die Einwohner des Ortsteils Flecken in St. Ulrich ein Jahr lang. War ursprünglich nur eine Flurbereinigung in ihrem Ortsteil vorgesehen, so entschied sich die Gemeinde dann doch zu einer Gesamtlösung. „Es ist kein Stein auf dem anderen geblieben“, erklärt Bürgermeisterin Brigitte Lackner. Geplant war die Bauzeit mit drei Jahren, gebraucht haben die Verantwortlichen nun hundert Bautage – gestartet sind die Arbeiten vergangenen Herbst. Das „Millionenprojekt“ ist laut Lackner zum Großteil fertig gestellt, dieser Tage werden noch Straßenlampen montiert.

Nötig wurde die Bereinigung aufgrund der einzigartigen Situation der Hausbesitzer. Gingen die 84 Einwohner des Ortsteils vormals aus der Haustüre hinaus, dann standen sie bereits auf Gemeindegrund. Den Mindestabstand von vier Metern gab es nicht. Mit Tauschflächen wurde die Situation nun bereinigt. Dies hatte zur Folge, dass auch Straßen und Wege neu geplant werden mussten. Insgesamt betraf die Situation rund 15 Landwirte und 30 Hektar Fläche. Das Großprojekt mit einer Gesamtsumme von rund einer Million Euro habt bereits Lackners Vorgänger Kaspar Mettler im Jahr 2007 eingeleitet. Der neue Gemeinderat hat dann das Projekt fortgesetzt und nun zum Abschluss gebracht.

Aufgrund der großflächigen Arbeiten wurden in diesem Zuge auch neuen Wasserleitungen, zwei Brücken beim Verbindungsweg Buchensteinwand, die naturschutzgesetzliche Oberflächenentwässerung sowie die Leerverrohrung für das Breitbandinternet saniert bzw. neu gebaut. Eine weitere Herausforderung stellten die zahlreichen Lkw-Fahrten auf die Buchensteinwand dar, da während der Grabungsarbeiten in Flecken auch das Jakobskreuz errichtet wurde. Die markanteste Veränderung im Ortsteil ist der neue Dorfbrunnen, der Wanderer zum Verweilen einlädt.

Stolz über das Dorferneuerungsprojekt zeigt sich die Bürgermeisterin. „Ein Schmuckstück ist entstanden“, sagt Lackner und ergänzt, dass sich bei dem Projekt viel Eigendynamik durch die Einwohner entwickelt hat. Ein originaler Ringzaun wurde errichtet, ebenso hat die dort ansässige kleinste Feuerwehr im Bezirk ihr Wappen mit Steinen am Vorplatz eingelegt. Eine Fotocollage am Feuerwehrhaus zeugt von den umfangreichen Arbeiten. Am Samstag wird der Abschluss des Projekts gefeiert. Dabei wird auch der heilige Leonhard, Schutzpatron der Tiere, eingeweiht.

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