Streit um Klarnamen-Pflicht: Facebook geht auf Minderheiten zu

Das Unternehmen einigte sich mit Transvestiten und Homosexuellen.

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San Francisco, Menlo Park – Facebook hat sich im Streit um die verpflichtende Verwendung von Klarnamen mit Vertretern von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen geeinigt. „Der Geist unserer Regeln besagt, dass auf Facebook jeder den Namen verwenden kann, den er auch im Alltag nutzt“, entschuldige sich das Unternehmen bei Betroffenen. „Für Sister Roma ist das Sister Roma, für Lil Miss Hot Mess ist das Lil Miss Hot Mess.“

Der Streit um die Klarnamen-Regelung war vor einigen Wochen entstanden, als die Nutzerkonten Hunderter Transvestiten gesperrt zu werden drohten. Aber auch Richter, Sozialarbeiter, Lehrer oder Missbrauchsopfer seien interessiert, ihre Konten nicht mit ihren echten Namen zu führen, sagte Mark Snyder, Sprecher des Zentrums für Transgender-Gesetze.

Facebook wolle Lösungen suchen, „damit wir alle online genauso sein können wie im echten Leben“, sagte Snyder nach der Unterredung mit Facebook-Vertretern. Künftig sollen die Facebook-Nutzer neue Möglichkeiten haben, um sich zu identifizieren. Snyder erwartet, dass eine für Donnerstag geplante Demonstration vor dem Rathaus von San Francisco nun zu einer Feier umgewandelt wird. (APA/AFP)


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