Streit um Dalai Lama überschattet Gipfel der Friedensnobelpreisträger

Südafrikas Erzbischof Tutu wirft der Regierung vor sich dem chinesischen Druck zu beugen. Dem tibetanischen Friedensnobelpreisträger Dalai Lama wurde mehrmals die Einreise nach Südafrika verweigert.

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Kapstadt – Ein Streit um die Verweigerung eines Visums für den Dalai Lama durch Südafrika überschattet das in Kapstadt geplante 14. Gipfeltreffen der Friedensnobelpreisträger. Südafrikas Erzbischof Desmond Tutu warf seiner Regierung am Donnerstag vor, sich mit dem Einreiseverbot für das geistige Oberhaupt der buddhistischen Tibeter chinesischem Druck zu beugen.

„Ich schäme mich, diesen speichelleckerischen Haufen als meine Regierung zu bezeichnen“, erklärte der Friedensnobelpreisträger von 1984 nach Angaben der südafrikanischen Nachrichtenagentur SAPA. Am Vortag hatte die Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams (1997) erklärt, das vom 13. bis zum 15. Oktober geplante Treffen werde wegen Pretorias Haltung in ein anderes Land verlegt. Beim Sekretariat der Nobelpreisträger in Rom gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Kapstadts Bürgermeisterin Patricia de Lille kündigte für den späten Nachmittag eine Erklärung zu dem Gipfeltreffen an. Vor einem Monat hatten 14 Träger des Friedensnobelreises Südafrikas Präsident Jacob Zuma aufgerufen, dem Dalai Lama die Teilnahme zu ermöglichen. Die Regierung in Pretoria hat dem Tibeter, der 1989 mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden war, zuvor bereits mehrmals die Einreise verweigert. (APA/dpa)


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