Verloren im Überangebot des Möglichen

„Mir reicht’s“! Mit diesem Thema beschäftigen sich 260 Psychotherapeuten aus ganz Österreich in Hall.

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Innsbruck –Die moderne Gesellschaft hat die Qual der Wahl: Die Möglichkeiten, sich zu entwickeln, beruflich zu verwirklichen oder zu amüsieren, sind vielfältig. „Gleichzeitig können die vielfältigen Anforderungen zu Überforderungen führen“, spricht Psychotherapeutin Renate Bukovski das Thema Burnout an. Und nicht selten würden viele trotz des Überangebots an Möglichkeiten keine Erfüllung darin finden.

„Mir reicht’s! Der Maßlosigkeit und Überforderung entgegentreten“ lautet daher der Titel des Herbstsymposiums der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (GLE), welches am 3. und 4. Oktober in Hall stattfindet. 260 Teilnehmer aus ganz Österreich, hauptsächlich Psychotherapeuten, werden sich in Vorträgen, Workshops und Diskussionen mit den unterschiedlichsten Themen dazu beschäftigen. Ein Highlight des Symposiums: Der bekannte Vorarlberger Alfried Längle wird sich mit der existenziellen Bedeutung von Faulheit, Verweigerung und Aufschieben beschäftigen.

Längle hat u. a. die Thesen des bekannten österreichischen Psychiaters Viktor Frankl weiterentwickelt. „Die GLE ist ein gemeinnütziger Verein, in welchem die Existenzanalyse von Viktor Frankl und Alfried Längle vertreten wird“, klärt Bukovski auf, sie ist Vorsitzende der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse.

Die GLE bildet u. a. Psychotherapeuten sowie Lebens- und Sozialberater aus, die Nachfrage nach derartigen Angeboten steigt stetig. „In den letzten Jahren ist die Hemmschwelle gesunken, bei Problemen einen Psychotherapeuten aufzusuchen“, nennt Bukovski einen Grund.

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Wer der Veranstaltung „Mir reicht’s!“ beiwohnen will: Der Vortrag von Alfried Längle findet am Samstag von 14.45 bis 15.25 Uhr im Haller Kurhaus statt. Preis: 40 Euro. Informationen unter www.gle.at/herbstsymposium. (i.r.)


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