Leitbörsen in Fernost schließen mit Abschlägen

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag einheitlich im roten Bereich geschlossen. Während die Börsenplätze in Hongkong u...

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Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag einheitlich im roten Bereich geschlossen. Während die Börsenplätze in Hongkong und Shanghai geschlossen blieben, fiel der Nikkei-225 Index in Tokio um 420,26 Zähler oder 2,61 Prozent auf 15.661,99 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stand zuletzt bei 22.932,98 und der Shanghai Composite bei 2.363,87 Einheiten.

Auch die Märkte in Singapur und Sydney folgten dem Negativtrend. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.228,71 Zählern mit einem Minus von 35,38 Punkten oder 1,08 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 36,0 Zähler oder 0,67 Prozent auf 5.298,50 Einheiten.

Im Fokus standen zunächst Demonstrationen in China, welche für fast eine Woche den Straßenverkehr blockierten. Demonstranten hatten per Ultimatum bis Donnerstag den Rücktritt des Hongkonger Regierungschef Leung Chun-yings gefordert. Daraufhin sprach die chinesische Führung dem Kritisierten volles Vertrauen aus und unterstütze seinen Umgang mit „illegalen politischen Aktivitäten“.

Außerdem hat China angekündigt, den Betrag von Schuldenaufnahmen der lokalen Regierungen zu deckeln. Alle Anleihen sollen eine noch unveröffentlichte Quote bekommen und durch das Landeskabinett und den Kongress genehmigt werden. Chinas Führung versucht als Reaktion auf die Finanzkrise, so Risiken für das Finanzsystem einzudämmen.

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Unterdessen verbesserte sich in Japan der Yen nach seiner jüngsten Kursschwäche gegen den Dollar und trübt den Ausblick für exportierende Unternehmen ein. Medienberichten zufolge erwarten Marktexperten trotzdem eine Aufwärtskorrektur des Tokioter Aktienmarkts bis zur kommenden Stellungnahme der Bank of Japan. Zudem hofft auch Haruhiko Kuroda, Governeur der Bank of Japan, auf steigende Inflation und eine wachsende Wirtschaft um das Preisniveau zu erhöhen, welches immer noch auf nicht auf dem angepeilten Ziel von 2 Prozent liegt.

Zudem veröffentlichte die australische Zentralbank im Jahresbeicht für 2014 die niedrigsten Gewinne der vergangenen 16 Jahre. Das Geldinstitut nahm für die im Juni abgelaufene Zwölf-Monatsperiode 442 Mio. australische Dollar ein. Grund dafür sei die anhaltende Periode tiefer Zinsen weltweit, hieß es in dem Bericht.

Bei den Einzelwerten hatten in Japan besonders Aktien von exportorientierte Unternehmen mit Verlusten zu kämpfen. Die Titel von Honda fielen 4,15 Prozent und die des Branchenkollegen Toyota sanken 3,46 Prozent. Sony büßte ebenfalls 3,25 Prozent ein.

In Australien präsentierten sich die Anteilsscheine von Bergbauunternehmen uneinheitlich. Die Papiere von Range Resources sackten satte 15 Prozent ab. Auch Iron Ore verlor fast vier Prozent. Hingegen konnten die Titel Resolute Mining 5,75 Prozent und die Papiere von Perseus Mining 7,58 Prozent zulegen.


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