Uni-Ranking - Für Mitterlehner „von Tendenz her unerfreulich“

Wien (APA) - Das Ergebnis des jüngsten „Times Higher Education World University Ranking“ ist für Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner...

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Wien (APA) - Das Ergebnis des jüngsten „Times Higher Education World University Ranking“ ist für Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) „von der Tendenz her unerfreulich“. Klare Verbesserungen seien kurzfristig nicht zu erwarten, man bemühe sich aber um eine bessere Dotierung der Hochschulen, so Mitterlehner im „Ö1-Mittagsjournal“.

Das kontinuierliche Abrutschen der Uni Wien als bester heimischer Hochschule erklärte sich Mitterlehner damit, dass immer mehr Unis in den Wettbewerb eintreten würden und dass die Medizin-Uni Wien nach ihrer Ausgliederung 2004 nicht mehr das Ergebnis der Uni Wien verbessere. Außerdem seien die Betreuungsrelationen zwischen Uni-Lehrern und Studenten zu groß.

Für eine Verbesserung sei mehr Geld nötig: „Wir haben die Dotierung in den letzten Jahren dynamisch erhöht, aber noch nicht ausreichend“, so Mitterlehner. „Aber nachdem wir jetzt unglücklicherweise seit sechs Jahren eine Wirtschaftskrise haben, ist das das Bohren dicker Bretter, was erschwert wird.“

Außerdem brauche man Zeit. „Im Endeffekt muss man sich das vorstellen wie bei einem Supertanker. Der kann auch eine Drehung erst nach sieben oder acht Kilometern erreichen - genau so kann man bei der Unifinanzierung nicht von heute auf morgen so viel Geld ins System bringen, dass man sagt, im nächsten Jahr sind wir bei dem Ranking an erster Stelle.“

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In Zeiten knapper Budgets versuche man das Möglichste zu geben, meinte der Minister. Bei den derzeit laufenden Gesprächen zur Uni-Finanzierung für die Jahre 2016 bis 2018 werde man eine „einigermaßen harmonische und uns auch bei den Rankings hoffentlich nach vorne bringende Lösung erreichen“.

FPÖ-Wissenschaftssprecher Andreas Karlsböck wertet die Ranking-Ergebnisse als „deutliches Alarmsignal“: „Es muss endlich Schluss sein mit der Vernachlässigung von Forschung und Lehre und dem unwürdigen Umgang mit der heimischen Wissenschaft“, hieß es in einer Aussendung.


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