Chefsuche in finaler Phase

Wien – Bis Mitte Oktober will Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) über die künftige künstlerische Leitung des Burgtheaters entscheiden. Di...

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Das Wiener Burgtheater.
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Wien –Bis Mitte Oktober will Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) über die künftige künstlerische Leitung des Burgtheaters entscheiden. Die Findungskommission, der Burg-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Strasser, Dramaturg Hermann Beil, Regisseur Götz Spielmann, Operndirektorin Elisabeth Sobotka sowie die kaufmännische Chefin der Komischen Oper Berlin, Susanne Moser, angehören, werde sich nicht auf einen einzigen Namen einigen, müsse aber nicht notwendigerweise einen Dreier-Vorschlag abgeben: „Der Minister wird einen Vorschlag mit mehreren Namen bekommen.“ Auf die Ausschreibung der Direktion ab 1. September 2016 waren 21 Bewerbungen eingegangen, die Kommission hat sich aber auch stets vorbehalten, Kandidaten selbst anzusprechen.

Gespräche gab es u. a. mit dem deutschen Regisseur Michael Thalheimer, der erklärte, er habe sich „nie beworben“, sei aber „von der Findungskommission angefragt worden“. Er sei allerdings sehr irritiert gewesen, dass wenige Tage nach seinem Treffen mit der Kommission sein Name im Zusammenhang mit dem Burgtheater in der Presse aufgetaucht sei. „Eine Findung für ein Haus von der Wichtigkeit des Burgtheaters sollte seriös ablaufen. Im Moment hat man das Gefühl, in Wien entsteht daraus ein Kasperletheater.“

Angefragt wurde auch Wilfried Schulz, der bis 2018 einen Vertrag als Intendant des Dresdner Staatsschauspiels hat. Er habe sich über die Anfrage gefreut, „weil es ein Zeichen der Achtung für meine Arbeit in Dresden ist“. Diese sei ihm „sehr viel wert, und es müsste schon viel dagegen stehen, sie zu beenden“, so Schulz.

Der oft genannte Martin Kusej hingegen hat zuletzt erklärt, für eine Direktion „nicht zur Verfügung“ zu stehen. Seine Aufgaben in München seien „noch lange nicht abgeschlossen“. (APA, TT)


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