OeBS-Prozess - Morgen Urteil im Schmiergeldprozess geplant

Wien (APA) - Im Strafprozess rund um Schmiergeldvorwürfe gegen ehemalige Manager und Aufsichtsräte der Gelddruckerei-Tochter der Nationalban...

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Wien (APA) - Im Strafprozess rund um Schmiergeldvorwürfe gegen ehemalige Manager und Aufsichtsräte der Gelddruckerei-Tochter der Nationalbank OeBS hat Richter Georg Olschak für morgen, Freitag, die Verkündung des Urteils geplant, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Wiener Straflandesgericht. Den neun Angeklagten, darunter Ex-OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek, drohen bis zu zehn Jahren Haft.

Nach bisher 19 Verhandlungstagen vor dem Schöffengericht haben bereits drei der neun Angeklagten Geständnisse abgelegt, darunter die beiden früheren OeBS-Geschäftsführer Michael Wolf und Johannes Miller, sowie eine ehemals führende Vertriebsmitarbeiterin. Der mitangeklagte frühere Nationalbank-Vizegouverneur Duchatczek, der Aufsichtsratsvorsitzender der OeBS war, weist - so wie die weiteren fünf Beschuldigten - alle Vorwürfe zurück.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht die Aufarbeitung der Schmiergeldaffäre rund um die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS). Staatsanwalt Volkert Sackmann wirft den Angeklagten vor, von 2005 bis 2011 Zentralbanken von Aserbaidschan und Syrien Schmiergeld gezahlt zu haben, um zu Druckaufträgen zu kommen. Die Anklage wirft ihnen neben der Bestechung ausländischer Amtsträger auch Geldwäscherei vor.

Während sich Wolf und die ehemalige OeBS-Vertriebsmitarbeiterin bereits zu Prozessbeginn schuldig bekannten, tat dies der zweite angeklagte Ex-OeBS-Geschäftsführer Miller erst im Laufe seiner Einvernahme. Daneben sitzen noch die früheren Leiter der OeBS-Abteilungen Marketing/Vertrieb und Controlling sowie zwei Wiener Rechtsanwälte auf der Anklagebank.

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~ WEB http://www.oenb.at/ ~ APA395 2014-10-02/14:57


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