Zwei Sperren erleichtern bei Wacker die Aufstellungsfrage

Wackers Gastspiel in Liefering (Freitag, 18.30 Uhr) offenbart auch alte Geschichten. Der Blick kann freilich nur nach vorne gehen.

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Von Alex Gruber

Innsbruck – Beim Wacker-Training war gestern nicht nur bei den Abschlussübungen im Strafraum einiges los. Nach der Einheit stand wieder einmal ein Afrikaner vor der Kabinentür, der sich allen Ernstes für ein Gastspiel bei den Tirolern in der Sky Go Ersten Liga bewerben wollte. „Unser Kader ist voll“, gab ihm Michi Streiter in aller gebotenen Höflichkeit zu verstehen. Man denke sich an dieser Stelle nur „Sachen gibt’s, die gibt’s eigentlich gar nicht .“

Apropos voller Kader: Beim Gastspiel in Liefering fallen Abwehrchef Zeljko Djokic (Gelbsperre) und Marco Sahanek (Rotsperre) aus. Vielleicht wäre ja wieder ein Plätzchen im Kader für Marco Kofler frei geworden. Der meldete sich zuletzt aber in der Halbzeitpause bei der 0:5-Niederlage der hauseigenen Westliga-Fohlen im Salzburger Pinzgau mit einer Blessur in der hinteren Oberschenkelmuskulatur ab, um vielleicht heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können.

Bei der 0:1-Heimniederlage in Runde vier gegen den FC Liefering stand Kofler am 5. August bislang übrigens das letzte Mal in der Meisterschafts-Startelf, ehe er in Minute 33 „Rot“ sah. Die schwarzgrüne Seuche war zu diesem Zeitpunkt ja perfekt. Und nach der Sperre gesellten sich beim Abwehrrecken auch noch Krankheit und Verletzungen dazu, zudem rüstete der FC Wacker den Kader in der Defensive mit Davidson Drobo-Ampem nach. „Es hilft nur weiterarbeiten und warten bis wieder ein Türchen oder eine Chance aufgeht“, will der Naviser „Kraftlackl“ nicht verzagen.

Im Fußball geht ja alles so schnell. So spielt zum Beispiel mit Nikola Dovedan jener hochtalentierte Mann, der im Tivoli noch das Salzburger Goldtor besorgt hatte, nicht mehr beim FC Liefering, sondern schon beim Titelkandidaten LASK vor.

Wissen Sie, wer für Kofler bei der Heimniederlage gegen Liefering auf den Platz kam? Die Antwort hieß in Minute 34 Sebastian Siller. Und der Blondschopf machte dann die Siegesserie mit, ehe er zuletzt auch wegen einer Verletzung passen hat müssen. Beim 0:3 gegen Kapfenberg saß der „Sewi“ zuletzt schon wieder auf der Bank, jetzt wird ihn Streiter gegen die dynamische Bullen-Filiale wohl wieder in der Startelf bringen: „Er hat sich toll entwickelt.“

Simon Zangerl könnte auch erstmals ein Platz in der Anfangsformation winken, sofern Armin Hamzic anstelle von Sahanek wieder auf die Offensivposition ins Mittelfeld wandert. Zum Tüfteln bleibt ja noch Zeit: Die Tageszimmer vor dem Match gegen Liefering werden erst am Freitag bezogen.


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