Die europäische Panzerabwehrwaffe „Milan“

Berlin/Bagdad (APA/dpa) - Zu den Waffen, die die deutsche Bundeswehr für den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) im Nordira...

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Berlin/Bagdad (APA/dpa) - Zu den Waffen, die die deutsche Bundeswehr für den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) im Nordirak zur Verfügung stellt, gehört auch die tragbare Panzerabwehrwaffe vom Typ „Milan“. Das deutsch-französische Konsortium Euromissile (heute MBDA) entwickelte das Waffensystem zu Beginn der 1970er-Jahre.

Es kann Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in einer Entfernung von 300 Metern bis fast zwei Kilometern zerstören. Der über einen Lenkdraht gesteuerte und mit einem Gefechtskopf bestückte Flugkörper durchschlägt bis zu 70 Zentimeter dicken Panzerstahl. Mittels Wärmebildgerät kann das System auch bei Dunkelheit eingesetzt werden.

Nach Angaben der Bundeswehr lieferte der Hersteller bis heute mehr als 10.000 Panzerabwehrwaffen dieses Typs in rund 40 Länder - darunter Italien, Spanien, Griechenland oder Südafrika. 1.600 davon sind im Besitz der Bundeswehr. Deutsche Truppen nutzen sie im Rahmen des internationalen Einsatzes in Afghanistan. Britische Streitkräfte setzten sie unter anderem im Golfkrieg ein. Die kurdischen Kämpfer sollen aus Deutschland 500 davon bekommen.

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