Vorgezogene Wahlen nach Putschversuch im Königreich Lesotho

Maseru (APA/AFP) - Mit vorgezogenen Wahlen soll die tiefe politische Krise im südafrikanischen Königreich Lesotho beigelegt werden. Die Parl...

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Maseru (APA/AFP) - Mit vorgezogenen Wahlen soll die tiefe politische Krise im südafrikanischen Königreich Lesotho beigelegt werden. Die Parlamentswahl werde Ende Februar 2015 stattfinden, sagte am Donnerstag der südafrikanische Vizepräsident Cyril Ramaphosa, der zwischen den verfeindeten politischen Lagern vermittelt hatte.

Das genaue Datum des ursprünglich für 2017 angesetzten Urnengangs werde von König Letsie III. festgelegt. Die von den Parteiführern unterzeichnete Vereinbarung sieht außerdem vor, dass das im Juni suspendierte Parlament wieder zusammentritt. Die Abgeordneten sollen aber ausschließlich über den Haushalt abstimmen und die Wahlen in die Wege leiten.

Ramaphosa rief Polizei und Armee auf, ihre Angriffe aufeinander einzustellen und für Sicherheit im Land zu sorgen. Bei einer neuerlichen Auseinandersetzung mit Soldaten waren am Mittwoch zwei Polizisten verletzt worden. Die Beobachtermission der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC werde bis zur Abhaltung der Wahlen im Land bleiben.

Lesotho ist seit 1966 unabhängig und hat etwa 2,1 Millionen Einwohner. Das Land ist im politischen Chaos versunken, seit die Armee Ende August wichtige Polizeistationen angriff und den Regierungssitz umstellte. Regierungschef Tom Thabane musste nach Südafrika fliehen, konnte Anfang September aber wieder in sein Land zurückkehren. Thabane, der auch bei seinen politischen Verbündeten in der Kritik steht, hatte das Parlament im Juni aufgelöst, um ein Misstrauensvotum zu verhindern.


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