Ex-BayernLB-Chef Häusler wird neuer AR-Chef - Expertise auch zu Hypo

Frankfurt/München/Klagenfurt (APA/Reuters) - Sechs Monate nach seinem Weggang von der BayernLB kehrt Gerd Häusler als Aufsichtsratschef zur ...

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Frankfurt/München/Klagenfurt (APA/Reuters) - Sechs Monate nach seinem Weggang von der BayernLB kehrt Gerd Häusler als Aufsichtsratschef zur zweitgrößten deutschen Landesbank zurück. Das Gremium wählte den 63-Jährigen Ex-Vorstandschef am Donnerstag zu seinem neuen Vorsitzenden.

„Herr Häusler war schon als Vorstandsvorsitzender ein Garant für die erfolgreiche Neuausrichtung der BayernLB und sorgt nun auch für personelle Kontinuität in der Bank“, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder. Der bisherige Aufsichtsratschef Michael Schneider hat sein Mandat Ende September niedergelegt und den Weg für Häusler damit wie geplant freigemacht.

Das Land Bayern, das Mehrheitseigner der Bank ist, hat Häusler gebeten, nach einer kurzen Auszeit als Aufsichtsratschef zu dem Geldhaus zurückzukehren. Seine Erfahrung werde unter anderem in den Auseinandersetzungen um die ehemaligen Österreich-Tochter Hypo Alpe Adria gebraucht. Die notverstaatlichte Kärntner Hypo und die BayernLB streiten sich vor mehreren Gerichten um die Rückzahlung milliardenschwerer Kredite.

Häusler, der zuvor für Dresdner Bank und den Internationalen Währungsfonds gearbeitet hatte, trat 2010 als BayernLB-Chef an. Das Land, das die Bank in der Finanzkrise 2008 mit Milliarden vor dem Aus gerettet, suchte damals einen Sanierer, der das Institut wieder auf Kurs bringt. Häusler baute Risiken ab, verkaufte Beteiligungen und einigte sich mit der EU-Kommission auf einen Ausgleich für die Staatshilfen in der Finanzkrise. Seine Aufgabe als Sanierer sah er damit als erfüllt an - und entschloss sich, kürzer zu treten. Seine Nachfolge trat im April Johannes-Jörg Riegler an, der zuvor als Vize-Chef bei der NordLB arbeitete.

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Die bayerische Landesregierung hat Häusler nicht nur bei der Suche nach seinem Nachfolger konsultiert, sondern auch bei Diskussion über Rettungsschirme in der Euro-Schuldenkrise. Er habe Häuslers Argumente dann auch in den Beratung der Bundesregierung vorgebracht, erzählte Ministerpräsident Horst Seehofer bei Häuslers Verabschiedung im März. „Ich habe alles, was unangenehm war, nicht in meinem Namen gesagt, sondern in ihrem“, sagte er damals Häusler gewandt. Am Ende der Debatte habe Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn dann stets leicht genervt gefragt: „Hast du noch was vom Häusler?“

~ WEB http://www.bayernlb.de

http://www.hypo-alpe-adria.com ~ APA574 2014-10-02/20:08


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