Wiener Aktienmarkt vorbörslich erholt erwartet

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Wiener Börse nach deutlichen Vortagesverlusten im Zuge der Zinssitzung der Europäischen Ze...

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Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Wiener Börse nach deutlichen Vortagesverlusten im Zuge der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Eröffnung erholt. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund 13 Punkte über dem Schluss-Stand vom Donnerstag (2.148,73) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.135 und 2.209 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.179 Punkten aus.

Unternehmensnachrichten lagen zunächst noch keine vor, auch Quartalszahlen werden zu Wochenschluss keine erwartet. In Sachen Konjunkturdaten dürfte es ebenfalls weitgehend ruhig bleiben. In Europa werden die endgültigen Versionen der Einkaufsmanagerindizes der Eurozone für September veröffentlicht. Im Späthandel könnte der monatliche US-Arbeitsmarktbericht Impulse bringen.

Am Donnerstag hatte der ATX 1,89 Prozent schwächer bei 2.148,73 Punkten geschlossen. Wie die übrigen europäischen Handelsplätze hatten an der Wiener Börse vor allem Aussagen von EZB-Chef EZB-Chef Mario Draghi im Rahmen der Zinssitzung der Notenbank belastet. Zwar hatte Draghi den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent behalten und zudem angekündigt, dass die EZB ab Mitte Oktober mit Forderungen gedeckte Anleihen (Covered Bonds) und ab dem vierten Quartal 2014 Kreditverbriefungen (Asset Backed Securities, ABS) kaufen wird.

Doch Marktteilnehmern zufolge fehlte den Investoren eine realistische Angabe, in welchem Ausmaß die EZB mit ihren Wertpapierkäufen tatsächlich aktiv werde. Nach der Pressekonferenz der EZB-Chefs weitete die Wiener Börse ebenso wie die übrigen europäischen Indizes ihre Verluste deutlich aus.

Größte Verlierer im ATX waren die Aktien der OMV, die dem vom eingebrochenen Ölpreis belasteten Sektor mit einem Minus von 4,69 Prozent auf 25,23 Euro folgten. Auch die Bankaktien gerieten europaweit unter Druck, in Wien knickten Erste Group um 2,34 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) um 2,13 Prozent ein. Die Analysten von Barclays reduzierten ihr Kursziel für die RBI-Aktie von 24,7 auf 21,7 Euro. Die Empfehlung blieb unverändert auf „Equal Weight“. Auch die Analysten der Deutschen Bank hatten ihr Kursziel für die RBI von 24 auf 19 Euro gesenkt. Ihr Votum blieb auf „Hold“. Grund für die Kurszielreduktionen war die Gewinnwarnung, welche die RBI letzte Woche verlautbarte. RBI fielen 0,38 Prozent auf 17,10 Euro.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

~ Wolford +1,12% 22,60 Euro Post +0,39% 38,25 Euro Zumtobel +0,37% 15,06 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

~ OMV -4,69% 25,23 Euro Verbund -3,75% 15,26 Euro Kapsch TrafficCom -3,02% 21,49 Euro ~

~ ISIN AT0000999982 ~ APA058 2014-10-03/08:52


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