VanBallegooies Exklub Graz fährt ein beinhartes Programm

Bei den Graz 99ers wartet auf die Innsbrucker Haie heute (19.15 Uhr) eine schwere Aufgabe. Zumal sich bei den Steirern viele empfehlen wollen.

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Von Alex Gruber

Innsbruck – In kurzen Shorts – für einen waschechten Kanadier ist es in diesen Tiroler Herbsttagen immer noch ziemlich warm – blickte HCI-Verteidiger Dustin VanBallegooie gestern dem Duell mit seinem Exklub entgegen, bei dem auch in diesem Transferfenster beinahe kein Stein auf dem anderen blieb. Deswegen hält sich die Anzahl alter Gefährten, auf die der 31-Jährige heute treffen wird, in Grenzen: „Ich fahre ja nicht nach Graz, um mir Freunde zu machen, sondern weil ich mit Innsbruck gewinnen will“, grinst VanBallegooie nach zwei Siegen in Serie (5:2 gegen Znojmo und 3:0 in Laibach) frohen Mutes.

Dass die Grazer unter Neo-US-Coach Todd Bjorkstrand beinhart arbeiten und ebenso anfahren werden, ist in Innsbruck bekannt. Die große Überraschung der Liga wollen die Haie bleiben: „Wir müssen clever sein, nicht zu viele Strafen kassieren und unser Powerplay nutzen“, zählt VanBallegooie das Einmaleins runter. Dass er nach sieben Jahren in Innsbruck die Dressennummer (statt der „5“ ist es jetzt die „7“) wechseln musste, kostet ihn ein Lächeln: „Es ist nur eine Nummer. Vielleicht ja eine Lucky Seven.“

Das Gedränge im Ligamittelfeld ist derzeit ebenso groß wie das Gedränge um einen Vertrag bei den Graz 99ers: Der Kader platzt mit 17 Legionären und sechs Try-out-Spielern, die sich empfehlen wollen, aus allen Nähten, ist 80 Punkte schwer (nur 60 sind am Spielbericht erlaubt) und befördert somit einige Cracks auf die Tribüne. Zuletzt heuerte mit Tyler Cuma ein 24-jähriger Verteidiger aus Kanada an, der 2008 von den Minnesota Wild im NHL-Entry-Draft in Runde eins „gepickt“ wurde. Der Spieler wird dank einer waschechten Wiener Mutter auch einen österreichischen Pass besitzen und das Grazer Punktebudget somit nicht mit den vollen vier Legionärszählern belasten. Ob Cuma schon heute aufläuft, ist offen. „Wir müssen als Team agieren“, weiß VanBallegooie aus Grazer Tagen, dass Zusammenhalt auf Sicht viel mehr als einzelne Namen zählt.

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