Italiens Premier stellt sich an Seite des Defizitsünders Frankreichs

Rom (APA) - Italiens Premier Matteo Renzi stellt sich an die Seite des Defizitsünders Frankreich. Der italienische Regierungschef verteidigt...

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Rom (APA) - Italiens Premier Matteo Renzi stellt sich an die Seite des Defizitsünders Frankreich. Der italienische Regierungschef verteidigt den Beschluss der Regierung in Paris, die Defizitmarke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung erst 2017 einzuhalten, also zwei Jahre später als mit den EU-Partnern vereinbart.

„Ich respektiere den Beschluss eines befreundeten und freien Landes wie Frankreich. Niemand darf andere Länder wie Schulkinder behandeln“, betonte Renzi in Anspielung auf die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die EU-Partner mit Defizitproblemen aufgerufen hatte, ihre „Hausaufgaben“ zu machen.

„Wenn Frankreich beschlossen hat, seine Defizitziele erst in zwei Jahren einzuhalten, wird es seine Gründe dafür haben. Ich stehe auf der Seite von Präsident Francois Hollande und Premier Manuel Valls“, so Renzi laut Medienangaben. Er versicherte, dass Italien dieses Jahr die Defizitschwelle von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) einhalten werde, auch wenn seine Regierung beschlossen habe, den Prozess zum Schuldenabbau zu verlangsamen. „Gerade weil wir unsere Defizitziele einhalten werden, akzeptieren wir nicht, dass einige in Europa die Lehrer spielen und die EU-Partner als Schüler behandeln“, kommentierte Renzi.

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