In ganz Tirol heulten die Sirenen zur Probe

Am ersten Samstag im Oktober findet traditionell ein Zivilschutz-Probealarm statt. Zum einen soll die Bevölkerung mit den Signalen vertraut gemacht werden, zum anderen geht es darum, die Sirenen zu testen.

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Innsbruck – Wie alle Jahre heulten am ersten Samstag im Oktober in Tirol die Sirenen zur Probe. Im Rahmen des bundesweiten Zivilschutz-Probealarms wurden die Alarmierungssysteme auf ihre Funktion überprüft und die Bevölkerung mit den Signalen vertraut gemacht.

Österreichweit heulten daher in der Zeit von 12 bis 12.45 Uhr mehr als 8000 Sirenen auf, in Tirol waren es knapp 960. Die Tiwag testete im selben Zeitraum den Flutwellenprobealarm für den Bereich der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz und des Kraftwerks Kaunertal.

Mit dem Testlauf können die Sirenen überprüft werden, im Vorjahr entdeckte man so in Tirol fünf defekte Alarmeinrichtungen. „Über 99 Prozent haben einwandfrei funktioniert. Damit sind wir in unserem Land für Notfälle sehr gut aufgestellt“, erklärt Katastrophenschutzreferent LH-Stv. Josef Geisler am Freitag.

Persönliche Vorsorge auch wichtig für den Ernstfall

Am Samstag ist von 9 bis 15 Uhr auch eine Info-Hotline unter der Nummer 0800/800503 aktiv. „Die Signale werden von der Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationscenter des Innenministeriums bzw. in der Landeswarnzentrale ausgelöst“, informiert Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale. Herbert Walter, Vorstand der Landesabteilung für Zivil- und Katastrophenschutz, hebt nicht nur die Notwendigkeit hervor, dass die Bevölkerung mit den Alarmsignalen vertraut wird, es sei „für eine persönliche Vorsorge auch wichtig, sich mit den nötigsten Lebensmitteln und Hygieneartikeln für den Alltag einen kleinen Vorrat anzulegen“.

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Testlauf seit 16 Jahren

1998 wurden erstmals bundesweit die Zivilschutzsignale zur Probe ausgelöst. Geprobt werden neben den Sirenen auch die Signale „Warnung,“, „Alarm“ und „Entwarnung“. Im Ernstfall wird die Bevölkerung angehalten, ihre Radio- und Fernsehgeräte einzuschalten sowie die Verhaltensmaßnahmen zu beachten. Informationen zum Zivilschutz-Probealarm sowie den Alarmtönen sind auch im Internet unter www.tirol.gv.at/sicherheit/katziv/warnsign zu finden. (tt.com, saku)


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