Bischof von Tansania lobt Hilfsbereitschaft

Innsbruck – Bischof Salutaris M. Libena aus Tansania war vergangene Woche zu einem privaten Kurzbesuch in Tirol, um sich beim Verein „Ärzte ...

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Innsbruck –Bischof Salutaris M. Libena aus Tansania war vergangene Woche zu einem privaten Kurzbesuch in Tirol, um sich beim Verein „Ärzte für Ifakara“ für die Hilfsbereitschaft zu bedanken. Der Verein „Ärzte für Ifakara“ sieht seine Aufgabe in der Unterstützung des St. Francis Referral Hospitals, eines Krankenhauses, das 1953 vom Schweizer Kapuzinerorden in der Stadt Ifakara, im Südosten Tansanias, gegründet wurde, zusammen mit dem Chirurgen Karl Schöpf aus Zams. „Das Krankenhaus hat ein Einzugsgebiet, das so groß ist wie die Schweiz“, berichtet der Bischof.

Es fehle vor allem an medizinischen Geräten und guter Ausbildung des Personals. Die Tiroler würden das Krankenhaus tatkräftig finanziell unterstützen und Ärzte des Vereins seien immer wieder vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Wie auch die Hebamme Lydia Alge-Haslwanter, die beschreibt, wie eine Entbindung dort abläuft. „Die Frauen müssen alles mitbringen, auch Plastikschüsseln, für die Geburt. Sie wohnen zuerst vor der Klinik, haben nur ein Dach über dem Kopf und eine Feuerstelle, erst wenn es so weit ist, dürfen sie in den Kreißsaal“, erzählt Alge-Haslwanter. Generell sei es so, dass es im Krankenhaus nur eine Behandlung und keine Verpflegung gebe. „Die Angehörigen kommen dreimal am Tag, um Essen zu bringen.“ In Tansania sind geschätzt die Hälfte der Bewohner Muslime und die Hälfte Christen.

Im Krankenhaus gebe es immer abwechselnd islamische und christliche Morgengebete. Bischof Libena bezeichnet das Zusammenleben der Religionen als gut, allerdings würden islamistische Strömungen ihm Sorge bereiten. „Es wurden schon fünf Kirchen niedergebrannt, derzeit hat sich die Lage entspannt.“

Vor seinem Besuch in Innsbruck, bei dem er auch Bischof Manfred Scheuer traf, war der Bischof bei Papst Franziskus. Was erwartet er sich von der Amtskirche? „Unsere Diözese gibt es erst seit zwei Jahren. Wir brauchen Unterstützung bei der Verwaltung und die Lebensbedingungen der Menschen müssen verbessert werden, das erwarten sie sich von der Kirche.“

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Auch brauche er ein größeres Haus, um Menschen einladen zu können. Nähere Infos zum Hilfsprojekt und Spenden unter www.ifakara.org. (pla)


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