Lokalwahlen in Slowenien - Jankovic vor neuerlichem Erdrutschsieg

Ljubljana (APA) - Vor den landesweiten Lokalwahlen am Sonntag in Slowenien gelten in den größeren Städten die amtierenden Bürgermeister als ...

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Ljubljana (APA) - Vor den landesweiten Lokalwahlen am Sonntag in Slowenien gelten in den größeren Städten die amtierenden Bürgermeister als Favoriten, in manchen Städten werden dennoch spannende Wahlkämpfe mit Entscheidungen erst in der zweiten Runde erwartet. Der Stadtchef der Hauptstadt Ljubljana, Zoran Jankovic, dürfte trotz Korruptionsvorwürfen erneut einen Erdrutschsieg einfahren.

Jankovic dürfte bereits in der ersten Runde einen klaren Sieg verbuchen und sich seine dritte Amtszeit sichern, wie jüngste Umfragen zeigen. Ein klarer Herausforderer fehlt. Aber während Jankovic bei der Bürgermeisterwahl zwischen 57,7 und 70,7 Prozent der Stimmen vorhergesagt werden, dürfte seine Liste die Mehrheit im Stadtrat verlieren. In insgesamt 212 Gemeinden, darunter elf Städten, werden am Wochenende neue Räte und Bürgermeister gewählt.

In Maribor, wo der Bürgermeister erst in der zweiten Runde gewählt werden dürfte, zeichnet sich ein spannender Wahltag ab. Während der aktuelle Bürgermeister Andrej Fistravec mit rund 40 Prozent einen Einzug in die Stichwahl bereits in der Tasche haben dürfte, kündigt sich für den zweiten Platz ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem gestürzten Ex-Bürgermeister Franc Kangler und Kandidaten der Regierungspartei SMC, Anton Kranjc, an. Der unter Korruptionsverdacht stehende Kangler, der Ende 2012 in Folge von Massenprotesten zum Rücktritt gezwungen wurde, versucht ein Comeback, nachdem seine Korruptionsverurteilung vom obersten Gerichtshof aufgehoben wurde. Die Umfragen geben ihm rund 17 Prozent.

Wenige Wochen nach dem Antritt der neuen slowenischen Regierung gilt die Kommunalwahl als Test für die neugegründeten Parteien, vor allem für die Regierungspartei von Premier Miro Cerar SMC. Die Partei von Miro Cerar hatte die Parlamentswahl im Juli mit deutlichem Vorsprung gegenüber den etablierten Parteien gewonnen, nun soll die Kommunalwahl zeigen, ob sie auch auf lokaler Ebene so stark Wähler ansprechen kann. Laut Umfragen dürfte die Regierungspartei im Marburger Stadtrat die stärkste und in Ljubljana die zweitstärkste Kraft zu werden.

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Die Wahl dürfte auch zu einer Kraftprobe zwischen der neuen Mitte-Links-Regierung und dem konservativen Teil der Opposition werden. Mit dem größten Erfolg können wie bereits vor vier Jahren wieder parteiunabhängige Kandidaten und Listen rechnen.


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