Ebola - Chronologie des Seuchenausbruchs

Freetown/Conakry/Monrovia (APA/dpa) - Mit einem Patienten in Texas in den USA ist erstmals eine Ebola-Erkrankung außerhalb Afrikas diagnosti...

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Freetown/Conakry/Monrovia (APA/dpa) - Mit einem Patienten in Texas in den USA ist erstmals eine Ebola-Erkrankung außerhalb Afrikas diagnostiziert worden. Der Mann hatte sich in Liberia infiziert. Die Seuche ist offenbar bereits im Dezember vergangenen Jahres in Westafrika ausgebrochen. Die Armut der betroffenen Staaten und eine späte internationale Reaktion haben die Ebola-Ausbreitung begünstigt. Hier eine Chronologie:

- Dezember 2013: Experten nehmen rückblickend an, dass es in der Region Gueckedou in Guinea den ersten Fall dieser Epidemie gab.

- 23. März 2014: In Guinea sind laut einem Radiobericht etwa 60 Menschen an Ebola gestorben, es gibt fast hundert Infizierte.

- 25. März: Ebola wird auch in Liberia nachgewiesen, mindestens fünf Menschen sind bereits gestorben.

- 26. Mai: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben fünf Menschen in Sierra Leone.

- 23. Juni: Experten warnen, die Epidemie sei außer Kontrolle.

- 20. Juli: In Nigeria bricht ein Regierungsberater aus Liberia am Flughafen zusammen. Tage später stirbt er, der Test ergibt: Ebola.

- 2. August: Der 33-jährige erkrankte US-Arzt Kent Brantly wird aus Liberia in die USA geflogen. Er übersteht die Erkrankung.

- 4. August: Die Krankheit breitet sich auch in Nigeria aus, kann dort allerdings eingedämmt werden.

- 7. August: Erstmals wird ein Ebola-Infizierter nach Europa gebracht: Spanien fliegt den Geistlichen Miguel Pajares ein. Er stirbt später.

- 8. August: Die WHO stuft die Epidemie als Internationalen Gesundheitsnotfall ein.

- 19. August: Aus Linz werden zwei Verdachtsfälle gemeldet. Sie stellen sich als unbegründet heraus. Zuvor waren bereits nach einem Todesfall in Tirol Labortests negativ ausgefallen.

- 24. August: Die Demokratische Republik Kongo meldet Infektionen mit Ebola. Der Ausbruch ist aber unabhängig von dem in Westafrika.

- 27. August: Erstmals kommt ein Ebola-Patient aus Westafrika nach Deutschland. Er wird in der Uniklinik Hamburg-Eppendorf behandelt.

- 28. August: Die WHO befürchtet in den kommenden sechs bis neun Monaten mehr als 20.000 Infizierte.

- 29. August: Die Seuche erreicht mit einem erkrankten Studenten aus Guinea den Senegal. Der Patient gilt inzwischen als geheilt.

- 13. September: Die Epidemie wird nach Ansicht von US-Experten noch mindestens zwölf bis 18 Monate dauern. Hunderttausende Menschen könnten sich der Prognose zufolge bis dahin mit dem Virus anstecken.

- 16. September: US-Präsident Barack Obama kündigt an, rund 3.000 Soldaten nach Westafrika zu schicken. Die Vereinten Nationen warnen vor einem Zusammenbruch der von Ebola betroffenen Länder.

- 26. September: Die WHO hofft auf einen einsatzfähigen Impfstoff von Anfang 2015 an.

- 28. September: Ein Luftkorridor soll vom Senegal aus die Versorgung der von Ebola betroffenen Länder mit Medikamenten und Nahrungsmitteln vereinfachen.

- 30. September: Eine UN-Sondermission (UNMEER) eröffnet ihr Hauptquartier in Ghana. Im US-Bundesstaat Texas wird bei einem Mann aus Liberia Ebola diagnostiziert.


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