Bundesheer - Niessl erfreut über Aufwertung für Standort Güssing

Eisenstadt/Wien (APA) - Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zum Umbau beim Heer darüber erfreut, das...

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Eisenstadt/Wien (APA) - Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zum Umbau beim Heer darüber erfreut, dass im Burgenland der Standort des Jägerbataillons 19 in Güssing mit Personal und Gerät aufgewertet werden soll. Dies sei „ein positiver und guter Schritt“, so Niessl am Freitag auf APA-Anfrage. Gleichzeitig kritisierte er den allgemeinen Sparkurs beim Heer.

Dieses stecke in einem „fürchterlichen Trilemma“: Die Eurofighter seien „der größte und nachhaltigste Fehlkauf in der Geschichte der Republik Österreich“ und die Grundursache für die prekäre budgetäre Situation des Bundesheers. Es sei „zynisch“, dem Heer weiter Geld wegzunehmen, auf der anderen Seite nach Reformen zu schreien und eine volle Einsatzbereitschaft zu fordern. Und schließlich sei es „verantwortungslos“, junge Menschen zum Bundesheer einzuberufen und nicht die notwendigen Voraussetzungen für eine qualitätsvolle Ausbildung bieten zu können.

Dass im Burgenland die Militärmusik nach einer langen Tradition aufgelöst werden soll, sei „bedauerlich“, so Niessl. Man sollte „überlegen, ob nicht wie bei der Polizeimusik die Mitglieder der Militärmusik ihren Dienst beim Österreichischen Bundesheer versehen und wenige Stunden für Proben und Auftritte aufgewendet werden“, schlug der Landeshauptmann vor.

Auch ÖVP-Sicherheitssprecher Rudolf Strommer begrüßte die geplante „Aufrüstung“ des Jägerbataillons 19 in Güssing. Die Auflassung der Kasernen in Neusiedl, Oggau, Pinkafeld und Oberwart in den vergangenen Jahren seien „sichtbare Zeichen des Sparwillens“ gewesen, erklärte der ÖVP-Klubobmann. Mit den verbleibenden Standorterten Bruckneudorf, Eisenstadt und Güssing sei jedoch „die unterste Grenze im Bereich der militärischen Sicherheit erreicht.“ Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) müsse „sicherstellen, dass die knapp 800 Arbeitsplätze, die das Bundesheer im Burgenland sichert, auch in Zukunft erhalten bleiben“, so Strommer.

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