Initiative gegen illegalen Welpenhandel ins Leben gerufen

Wien (APA) - Anlässlich des Welttierschutztages morgen, Samstag, ist eine Initiative gegen den illegalen Welpenhandel ins Leben gerufen word...

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Wien (APA) - Anlässlich des Welttierschutztages morgen, Samstag, ist eine Initiative gegen den illegalen Welpenhandel ins Leben gerufen worden. Ab 4. Oktober geht die Homepage www.illegalerwelpenhandel.at online, auf der sich Käufer und Tierärzte informieren können. Initiiert wurde die Aktion von der österreichischen Tierärztekammer, der Organisation Vier Pfoten sowie von Polizei und Bundeskriminalamt.

Geschädigte finden auf der Homepage eine Telefonnummer, mit der sie automatisch zur nächstgelegenen Polizei-Bezirksstelle verbunden werden, wo sie ihren Fall melden können. Zudem informieren die Tierärzte mittels Plakaten und Foldern über das Thema. „Das Problem mit zu jungen, kranken Billig-Welpen hat sich durch den Handel im Internet in den letzten Jahren massiv verschärft. Wenn der Welpe beim Tierarzt am Untersuchungstisch landet, ist es eigentlich schon zu spät, weil alle Kontrollinstanzen davor versagt haben“, Barbara Wieser, Vizepräsidentin der Österreichischen Tierärztekammer.

Die Welpen, vor allem Rassehunde, werden laut Vier Pfoten preiswert und unter falschen Angaben im Internet, in Zoohandlungen und auf öffentlichen Plätzen angeboten. Nicht selten werden sie viel zu früh vom Muttertier getrennt und mit gefälschten Impfpässen quer durch Europa transportiert. Wenn sie ihre Bestimmungsorte erreichen, sind die Welpen oft schon todkrank.

Durch die Zusammenarbeit mit den Tierärzten bei der Erstellung eines internen Formulars für Geschädigte sollen diese Fälle öfter als bisher der Polizei angezeigt werden, sagte Bundeskriminalamtssprecher Mario Hejl. Damit soll die Aufklärungsrate erhöht bzw. mutmaßliche Betrüger in Zukunft besser verfolgt werden können.


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