Fischer in Irland und Schweden: Business und Preis für Philharmoniker

Wien/Dublin/Stockholm (APA) - Bundespräsident Heinz Fischer reist in der kommenden Woche (Montag bis Donnerstag) nach Irland und Schweden. I...

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Wien/Dublin/Stockholm (APA) - Bundespräsident Heinz Fischer reist in der kommenden Woche (Montag bis Donnerstag) nach Irland und Schweden. In Dublin steht neben Treffen mit Präsident Michael D. Higgings und Premier Enda Kenny ein bilaterales Business-Forum im Zentrum. In Stockholm wird Fischer von König Carl XVI. Gustaf im Schloss empfangen. Anlass ist die Verleihung des „Birgit Nilsson Preises“ an die Wiener Philharmoniker.

In Schweden wird Fischer aller Voraussicht nach auch mit dem neuen Ministerpräsidenten Stefan Löfven zusammenkommen. Der Sozialdemokratenchef sitzt einer rot-grünen Koalition vor, die er am heutigen Freitag vorgestellt hat.

Sowohl in Irland als auch in Schweden will Fischer laut seinem Büro die aktuelle Lage in der Ukraine und in Russland besprechen. Der bisherige schwedische Außenminister Carl Bildt hatte den Besuch Wladimir Putins im März bei Fischer in Wien wegen der Rolle des russischen Präsidenten im Ukraine-Konflikt kritisiert. Ob die rot-grüne Koalition als Nachfolgerin des Mitte September abgewählten Kabinetts des konservativen Premiers Fredrik Reinfeldt diesbezüglich eine gewandelte Haltung habe, werde man sehen, hieß es im Vorfeld.

Ebenfalls in beiden Ländern werden der Jihad-Terrorismus in Syrien und dem Irak aufs Tapet kommen. Insbesondere in Irland sollen auch Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik diskutiert werden. Es gebe diesbezüglich Abstimmungsbedarf, etwa bei gemeinsamen Teilnamen an UNO-Friedensmissionen. In Schweden wird auch das Thema Asylbewerber thematisiert. Schweden ist nach Malta das Land mit der höchsten Anzahl an Asylbewerbern pro Einwohner.

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Weiters sollen die Beziehungen in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Kultur gestärkt werden. Der Delegation von Fischer gehört auch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) an. In Schweden ist man etwa an der „dualen Berufsausbildung“ in Österreich interessiert.

Anlass des Stockholm-Besuchs ist die Verleihung des mit einer Million Dollar (rund 730.000 Euro) dotierten Birgit Nilsson Preises. Der Award wurde von der weltberühmten schwedischen Sopranistin Birgit Nilsson (1918-2005) gestiftet. Sie gehörte seit ihrem internationalen Debüt Ende der 1950er Jahre bis zu ihrem Abschied von der Bühne nach fast drei Jahrzehnten (1982) zu den weltweit führenden Wagner-Sängerinnen.

Bisherige Preisträger waren der spanische Tenor und Dirigent Placido Domingo (2009) sowie der italienische Dirigent Riccardo Muti (2011). Die Auszeichnung ist nach Stiftungsangaben der höchstdotierte Preis im Bereich klassischer Musik und wird im Abstand von rund drei Jahren für herausragende Leistungen vergeben.


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