Asyl - Bis Jänner 300 neue Plätze in Kärntner Gemeinden geplant

Klagenfurt/Wien (APA) - Kärntens Landeshauptmann und Flüchtlingsreferent Peter Kaiser (SPÖ) und der Kärntner Gemeindebundpräsident Ferdinand...

  • Artikel
  • Diskussion

Klagenfurt/Wien (APA) - Kärntens Landeshauptmann und Flüchtlingsreferent Peter Kaiser (SPÖ) und der Kärntner Gemeindebundpräsident Ferdinand Vouk (SPÖ) haben bei einem Treffen am Freitag vereinbart, bis Jänner 300 neue Betreuungsplätze für Asylwerber zu schaffen, damit Kärnten die Quote erfüllt. Beide Politiker betonten in einer Aussendung des Landespressediensts die Notwendigkeit diplomatischen Vorgehens in der Materie.

Aktuell werden in 29 von 132 Kärntner Gemeinden Flüchtlinge beherbergt. „Die Kärntner Gemeinden sind sich ihrer humanitären und moralischen Verpflichtung, schutz- und hilfesuchenden Menschen Zufluchtsquartiere zu bieten, bewusst“, sagte Kaiser. Das Innenministerium dürfe aber nicht „rücksichtslos“ über die Gemeinden „drüberfahren“. Vouk sieht die Verantwortung für den Engpass bei den Asylwerber-Unterkünften beim Innenministerium, dem er „jahrelange Untätigkeit“ vorwarf.

Kaiser sagte, dass seine Regierung seit der Landtagswahl im März 2013 bereits 300 neue Plätze für Asylwerber geschaffen habe, „unter Einbindung der Gemeinden und der Bevölkerung“. Scharfe Kritik äußerte der Flüchtlingsreferent an „politischen Aufwieglern, die alle Flüchtlinge als potenzielle Schwerverbrecher über einen Kamm scheren und mit ihren Verbalinjurien die Basis für Ablehnung und Vorurteile in der Bevölkerung schüren“. FPÖ-Chef Christian Ragger hatte eine 100-prozentige Erfüllung der Asylquote durch Kärnten zuletzt „auf das Schärfste“ zurückgewiesen.

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren