Bundesheer - Vorarlberg verlangt Gesprächsbereitschaft von Klug

Bregenz (APA) - Vorarlberg will die im Reformkonzept vorgesehene Streichung der Militärmusik nicht ohne Weiteres hinnehmen. Landeshauptmann ...

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Bregenz (APA) - Vorarlberg will die im Reformkonzept vorgesehene Streichung der Militärmusik nicht ohne Weiteres hinnehmen. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) erklärte, man werde sich das Reformpapier genau anschauen und forderte von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) Gesprächsbereitschaft. Der Militärmusik komme in Vorarlberg eine große Bedeutung in Bezug auf die Blasmusik zu.

Wallner betonte, dass die Kernaufgaben des Bundesheers weiter erfüllt bleiben müssten - im Wesentlichen der Katastrophenschutz und die Sicherstellung der Grundwehrausbildung. Das Reformkonzept werde intensiv dahin gehend überprüft werden. Mit der Auflassung der Militärmusik in Vorarlberg „sind wir nicht einverstanden“, so der Landeshauptmann. Es gebe eine enge Vernetzung zwischen der Militärmusik und der Blasmusikszene. Auch der Blasmusikverband spreche sich für die Erhaltung aus.

Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP) sagte, man habe bereits einen Verein für die Militärmusik gegründet, der diese auch finanziell unterstützen soll. Ausreichend für die Finanzierung wird das allerdings nicht sein. Ein weiterer Vorschlag des Vorarlberger Sicherheitsreferenten wäre, die Bezahlung für Auftritte bei Veranstaltungen direkt in die Finanzierung der Militärmusik im Land zu stecken.

In Vorarlberg sei die Militärmusik anders als in manchen östlichen Bundesländern „ein fixer Bestandteil des Katastrophenschutzes“. Hierzulande sei klar, „im Katastrophenfall muss die Mannschaft die Instrumente zur Seite legen und die Schaufel in die Hand nehmen.“

Kritik an den Bundesheer-Einsparungen übte Schwärzler nicht. Nur soviel: „Es hat vor eineinhalb Jahren eine Volksbefragung mit einem ganz klaren Ergebnis gegeben“, sagte der Vorarlberger Sicherheitsreferent. Diesen Volksentscheid gelte es zu respektieren. Was er ablehne, wäre „eine Abschaffung des freiwilligen Bundesheeres durch die Hintertür“.


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